Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Polizisten sehr beliebt – Müllmänner und Briefträger holen auf

Ruf nach starkem Staat

Beamte stehen bei den meisten Bürgern in gutem Ansehen. Dennoch ärgern sich viele über zu viel Bürokratie. Und Ältere wollen mehr Staat als Jüngere.

24.08.2016
  • AFP

Berlin. Schutz und optimale Dienstleistungen – das erwarten die Menschen in Deutschland vom Staat. Generell fremdeln die wenigsten mit dessen Einrichtungen und Vertretern – aber es gibt viele Unterschiede, wie eine forsa-Umfrage im Auftrag des Beamtenbundes zeigt.

Wie sehen einzelne Bevölkerungsgruppen die Rolle des Staates? Mit 72 Prozent befürworten die allermeisten Bundesbürger einen starken Staat in Zeiten der Globalisierung – nur 13 Prozent sagen, der Markt werde alles richten. Doch unter den Jüngeren bis 29 Jahren und den Selbstständigen vertrauen mit jeweils 18 Prozent etwas mehr dem Markt. Arbeiter, Beamte und Ältere setzen besonders stark auf den Staat. Schulen, Kliniken, die Polizei, Kindergärten und die Müllabfuhr finden fast alle Bürger wichtig, mit deutlichem Abstand gefolgt von Stadtverwaltungen, Bundes- und Landesministerien.

Gilt die Zustimmung zum Staat uneingeschränkt? Nein. Fast zwei von drei Bürgern kritisieren zuviel Bürokratie. Noch jeder Dritte findet, der öffentliche Dienst koste zuviel – dieser Wert sank in den vergangenen Jahren deutlich. Der Vorsitzende des Beamtenbundes, Klaus Dauderstädt meint, es komme darauf an, „wie der Staat antritt“.

Welche Berufe stehen hoch im Kurs? Das sind seit Jahren Feuerwehrleute, Ärzte, Pfleger, Erzieher und Polizisten. Gewinner gegenüber der ersten Erhebung 2007 sind Angehörige der Müllabfuhr, Briefträger, aber auch Beamte und Lehrer. Verlierer sind Steuerberater, Manager, Bankangestellte und Anwälte.

Welche Besonderheit gibt es bei Beamten? Sie wurden bereits in den vergangenen Jahren überwiegend als kompetent, hilfsbereit und unbestechlich eingeschätzt – nun sogar in noch gestiegenem Maß. Stur, arrogant oder ungerecht finden große, aber schrumpfende Minderheiten die Beamten. Beamten und Angehörige des öffentlichen Diensts wie Polizisten, Richter oder Lehrer genießen zwar hohes Ansehen – aber nicht, wenn nach „Beamten“ generell gefragt wird. Dann werden sie nur von jedem Dritten hoch geschätzt. Wie wirken sich Einstellungen von AfD-Anhängern hier aus? Fast alle Berufe büßen im Vergleich zu den Umfragen der vergangenen Jahre etwas an Ansehen ein. Das hängt wohl damit zusammen, dass die meisten Berufe bei den rund zehn Prozent AfD-Anhängern unterdurchschnittlich angesehen sind. Besonders gehasst und verachtet würden von ihnen aber Politiker und Journalisten, sagt forsa-Chef Manfred Güllner. Nur 11 bzw. 15 Prozent sagen, sie hätten von ihnen eine gute Meinung – in der Gesamtbevölkerung sind das immerhin 24 bzw. 44 Prozent.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Polizei ermittelt wegen Verdacht auf Brandstiftung In der Tübinger Bismarckstraße brannten zwei Autos
Kommentar zur US-Missbrauchsstudie Blick in Abgründe
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular