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Insolvenzexperte wirft das Handtuch

Rückschlag für die Sanierung Arcandors

Der Handels- und Touristikkonzern Arcandor sollte über eine Insolvenz in Eigenregie saniert werden. Das scheint jetzt nicht mehr möglich zu sein.

18.07.2009

Der überraschende Rücktritt des Generalbevollmächtigten Horst Piepenburg hat die Rettungsbemühungen für den insolventen Arcandor-Konzern zurückgeworfen. Der Sanierungsexperte galt als Schlüsselfigur bei dem Versuch, das Unternehmen durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung (dabei bleibt das Management im Amt) zu sanieren. Die Beteiligten geben sich gegenseitig die Schuld. Piepenburg hatte seinen Rückzug mit der mangelnden Unterstützung des Großaktionärs Sal. Oppenheim für die Arcandor-Sanierung begründet. In Unternehmenskreisen hieß es, die Bank habe Piepenburg bei seinem Amtsantritt zugesagt, Geld - die Rede ist von 100 Mio. EUR - für die Sanierung zur Verfügung zu stellen. Doch habe sie sich zuletzt offenbar nicht mehr an diese Zusage gebunden gefühlt. Die Privatbank wies die Vorwürfe allerdings entschieden zurück. Die Gesellschafter des Bankhauses seien als Großaktionäre des Unternehmens selbstverständlich an einer tragfähigen Lösung zur Sanierung interessiert, erklärte das Geldinstitut. Doch habe das Arcandor-Management bisher kein tragfähiges Sanierungskonzept vorgelegt. Dies sei jedoch die Voraussetzung für ein weiteres mögliches Engagement. "Vor diesem Hintergrund sind die Vorwürfe des Generalbevollmächtigten Horst Piepenburg auch nicht nachvollziehbar ", hieß es in einer Erklärung der Bank. Nach Einschätzung von Experten ist mit dem Rückzug Piepenburgs die Wahrscheinlichkeit für eine Zerschlagung von Arcandor gestiegen. Piepenburg, einer der erfahrensten Insolvenzexperten, hätte demnach bei der Sanierung eine Hauptrolle spielen sollen. Denn eine Insolvenz in Eigenverwaltung, wie sie für Arcandor ins Auge gefasst war, wurde bisher von Gerichten nur dann genehmigt, wenn ein Insolvenzexperte das Verfahren an der Seite der Geschäftsführung begleitete. Dennoch will Arcandor nicht nach einem Ersatz für Piepenburg suchen. Arcandor-Chef Karl Gerhard Eick will trotz des Rückschlags die Suche nach neuen Investoren fortsetzen. "Bis Mitte August werde ich alle gebotenen Chancen nutzen, Investoren für die Umsetzung eines Sanierungskonzepts zu gewinnen und damit für den Erhalt der Arcandor AG und ihrer Arbeitsplätze ", erklärte er. Piepenburg will diese Bemühungen weiter als Berater unterstützen. AP

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18.07.2009, 12:00 Uhr
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