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Spitzel-Verdacht

Rote Wölfe

Nobelpreisträgerin Herta Müller sieht Tübinger Wissenschaftler als Securitate-Helfer.

16.04.2010

Die Aussage, im Rumänien des Diktators Ceausescu habe es keine Dissidenz gegeben, kann ich als Zeitzeuge so nicht stehen lassen. Als Herta Müller und ihr damaliger Gatte Richard Wagner im Jahr 1987 in die BRD aussiedelten, behaupteten sie das auch: Allerdings sprachen sie wie die Blinden von der Sonne. In Rumänien gab es sehr wohl substanziellen Widerstand gegen die kommunistische Diktatur, nur ist nicht zu erwarten, dass System-Loyale wie Müller und Wagner sich selbst belasten.

Sie standen lange Zeit auf der Seite der Macht, heulten mit den roten Wölfen, ließen ihre Büchlein in deutscher Sprache fördern und drucken. Herta Müller schrieb sogar gegen die Banater Schwaben an und warf der in Agonie und Exodus sich befindenden „deutschen Gemeinde“ Rückständigkeit „faschistoide“ Gesinnung vor. Mehr dazu und zur Dissidenz in meinem Buch: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur. Dettelbach2008.

Zur Sache selbst habe ich hunderte Kommentare abgegeben, bei „Zeit“, „Spiegel“, „FAZ“, „Presse“, „NZZ“, auf www.freitag.de , in Netz-Foren, unter anderem www.siebenburger.de, www.banatblog.eu etc. Bevor weitere Mythen in die Welt gesetzt werden, informiere man sich differenziert! (. . .)

Carl Gibson, Bad Mergentheim

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Erstellt:
16. April 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. April 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. April 2010, 12:00 Uhr

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