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Bochum

Rote Karte und Robben lösen Diskussionen aus

43 Minuten lang boten sich der VfL Bochum und Bayern München einen packenden Pokal-Fight, bis eine Rote Karte das Spiel entschied.

12.02.2016

Von SID

Bochum. Auch am Tag danach hatte sich Matthias Sammer nicht beruhigt - im Gegenteil. "Man kann gerne über die Rote Karte diskutieren. Aber was wir ungeheuerlich finden, sind die Aussagen von Herrn Verbeek", sagte der Sportvorstand von Bayern München nach dem 3:0 (1:0)-Sieg im Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten VfL Bochum.

VfL-Trainer Gertjan Verbeek hatte seinen Landsmann Arjen Robben wegen dessen vermeintlicher Fallsucht attackiert. Diese machte er am Mittwochabend auch in der spielentscheidenden Szene aus. "Das war niemals ein Elfer und niemals Rot. Ich bin auch Holländer - und schäme mich", sagte Verbeek mit Blick auf Robben und dessen Flug in der 43. Minute. Wenn Robben Kontakt spüre, führte Verbeek aus, dann "geht er liegen", das wisse ja jeder von ihm.

Obwohl auch Bochumer Spieler gegen Robben gifteten (Torwart Manuel Riemann: "Robben lag 90 Minuten lang am Boden"), knöpfte sich Sammer nur Verbeek vor: "Das macht man nicht, dass man als gegnerischer Trainer Arjen Robben dermaßen diskreditiert - und auch ins Persönliche geht. Das kann man überhaupt nicht akzeptieren", sagte der Europameister von 1996: "Wenn Herr Verbeek den Elfmeter nicht so sieht, kann er das äußern. Aber er kann einen Spieler nicht so angreifen, wie er es getan hat. Er hat eine Vorbildfunktion als Trainer." Anscheinend fürchtet Münchens "Mahner vom Dienst" allmählich um Robbens Ruf und damit auch um ein Stück Klub-Reputation. Unabhängig von der umstrittenen Szene, in der Robbens Fall eine Rote Karte gegen Jan Simunek und einen Foulelfmeter (den Thomas Müller verschoss) nach sich gezogen hatte, waren sich alle Beteiligten einig: Die Dreifachbestrafung aus Elfmeter, Platzverweis und Sperre ist ein einziges Ärgernis. Bayern-Coach Pep Guardiola fiel das deutsche Wort "lächerlich" nicht ein - "ri-di-cu-lous" sagte er dann auf Englisch und: "Ihr versteht mich schon!"

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Erstellt:
12. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
12. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2016, 08:30 Uhr

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