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Arbeitsmarkt

Rosige Aussichten im Südwesten

So wenige Jobsuchende wie seit 25 Jahren nicht. Firmen melden mehr als 100?000 offene Stellen.

01.02.2018

Von AFP/DPA

SWP Grafik

Nürnberg/Stuttgart. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um 185?000 auf 2,57Mio. gestiegen. Ein Anstieg zu Jahresbeginn im Vergleich zu Dezember ist üblich, er fiel aber schwächer aus als normalerweise, erklärte die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA). BA-Chef Detlef Scheele sagte, der Arbeitsmarkt sei „wirklich schwungvoll in das neue Jahr gestartet“. Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres gab es 207?000 Arbeitslose weniger.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb auf einem unverändert sehr hohen Niveau. Im Januar waren 736?000 freie Jobs bei der BA gemeldet, 89?000 mehr als im Januar des Vorjahres. Die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember stieg gegenüber dem Vormonat um 67?000. Mit 44,62 Mio. Erwerbstätigen war sie im Vergleich zum Vorjahr um 641?000 höher. Der Anstieg geht demnach allein auf einen Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zurück.

Derweil meldete auch die Europäische Union Positives. Im vergangenen Jahr verringerte sich in den EU-Staaten die Zahl der Erwerbslosen um 2 Millionen, die Quote sank auf 7,3 Prozent.

Nur saisonaler Anstieg

Auf Baden-Württembergs Arbeitsmarkt sieht es derzeit rosig aus. Die Politik freut sich über die konstant niedrigen Arbeitslosenzahlen – doch die Arbeitgeber tun sich immer schwerer, offene Stellen zu besetzen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist so niedrig wie seit 1993 nicht mehr im Monat Januar, nämlich rund 212?000. Das teilte der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch, mit. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat ist nichts Ungewöhnliches: Bei kaltem Wetter würden weniger Menschen im Freien beschäftigt, außerdem liefen im Dezember verstärkt Arbeitsverträge aus, sagte Rauch.

Den aktuell 212?000 arbeitslosen Menschen im Land stehen rund 104?000 freie Stellen gegenüber – für die Arbeitgeber keine einfache Rechnung. „Es wird für die Unternehmen immer schwieriger, offene Stellen zeitnah zu besetzen“, sagte Stefan Küpper, Geschäftsführer des Verbands Arbeitgeber Baden-Württemberg. Die Betriebe unternähmen deshalb viele Anstrengungen.

Eine aktuelle Studie belegt dies: Baden-württembergische Betriebe bieten mehr Integrationsmaßnahmen für ausländische Beschäftigte an als im Rest der Republik. afp/dpa

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Erstellt:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2018, 06:00 Uhr

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