Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Rommel neuer Aufklärer von NS-Verbrechen
Jens Rommel ist neuer Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg. Foto: dpa
"Das heute noch Mögliche versuchen"

Rommel neuer Aufklärer von NS-Verbrechen

Mehr als 70 Jahre liegen die Verbrechen der Nazis zurück, trotzdem sollen sie nicht zu den Akten gelegt werden. Nun tritt ein neuer Chefaufklärer an.

03.12.2015
  • LSW

Ludwigsburg. Mord verjährt nicht, trotzdem läuft Jens Rommel die Zeit davon. Der Leitende Oberstaatsanwalt aus Ravensburg ist neuer Chefaufklärer für NS-Verbrechen - und in dieser Eigenschaft gehen ihm allmählich Täter, Opfer und Zeugen aus. "Mit jedem Jahr, das vergeht, werden auch die Betroffenen älter", sagte Rommel am Mittwoch bei seinem Antritt als Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg. 70 Jahre nach Kriegsende schwinden die Erfolgsaussichten immer stärker. Aber, sagt Rommel, man habe die Verpflichtung, "das heute noch Mögliche zu versuchen".

Seine Arbeit sieht Rommel nicht zuletzt auch als Beitrag zur Aufklärung. Der 43-Jährige, "nicht verwandt" mit dem Generalfeldmarschall Erwin Rommel, führt ein Ermittlerteam, das weltweit Hinweisen auf Nazi-Gewaltverbrechen und die dafür Verantwortlichen nachgeht. "Ist das noch sinnvoll?", nimmt er die Frage vorweg und verweist auf eine doppelte Verpflichtung, die heute noch gelte: eine juristische - weil Mord eben nicht verjährt - und eine moralische.

Ein erster Wegweiser für seine Arbeit wird aus Karlsruhe kommen, wo der Bundesgerichtshof (BGH) noch über die Revision im Fall Oskar Gröning zu entscheiden hat. Der einstige SS-Mann, "Buchhalter von Auschwitz" genannt, war wegen Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen verurteilt worden. Rommel hofft, dass der BGH an diesem Fall klarstellt, wie der Straftatbestand der Beihilfe zu NS-Verbrechen genau auszulegen ist. Etliche Akten könnten und müssten dann womöglich noch einmal mit anderen Augen gelesen werden.

Im April fliegt Rommel nach Argentinien. Er will beurteilen, wie groß der Aufwand für Recherchen im Ausland ist, die sein Vorgänger Kurt Schrimm immer wieder unternommen und sich damit weltweit große Achtung erworben hat.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

03.12.2015, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular