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Ziel früher erreicht

Ritter Sport stellt auf nachhaltig produzierten Kakao um

Der Schokoladenproduzent hat auf zertifiziert nachhaltigen Kakao umgestellt.

06.02.2018

Von ede

Als erster großer Tafelschokoladehersteller nimmt die Waldenbucher Firma Ritter nur noch Kakao, der unter nachhaltigen Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde, heißt es in einer Pressemitteilung. Das gelte für das gesamte Sortiment.

Das bedeute, Bauern und Kooperativen erhalten höhere Preise als auf dem Weltmarkt, außerdem sichere und feste Abnahmemengen, sagte Marc Alexander Nieragden auf TAGBLATT-Nachfrage. Er ist für die Pressekommunikation von Ritter Sport zuständig. Da der Markt für den Kakaohandel „sehr klein“ ist, sei er anfällig für Spekulationen, feste Preise aber geben den Bauern Planungs- und Einkommenssicherheit, so Nieragden.

Beim Anbau selbst müssen die Bauern ökologische Richtlinien beachten, sagte Nieragden weiter. Auch der Mindestlohn müsse gezahlt werden, Kinderarbeit sei bei zertifiziertem Kakao nicht zulässig.

Ritter Sport nannte in der Pressemitteilung den vollständigen Umstieg auf zertifiziert nachhaltigen Kakao einen „Meilenstein für das Unternehmen und für die gesamte Branche“. Das Ziel habe Ritter „deutlich früher erreicht“ als erwartet. Man habe nicht nur den Anspruch, „wirklich gute Schokolade herzustellen“, sondern auch „nach den ökologischen und sozialen Bedingungen“ zu schauen. Und: „Wer heute zeitgemäß genießen will, der will das nicht auf Kosten anderer“, ist Ritter überzeugt. Den aktuellen Zahlen zufolge liegt der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren bei 45 Prozent.

Seit fast 30 Jahren bezieht Ritter den Kakao in Nicaragua direkt von den Bauern und Kooperativen. Inzwischen gibt es auch in andere Regionen der Welt direkte Lieferkontakte zu Bauern und Kooperativen. Auf der eigenen Plantage El Cacao steht Ritter „unmittelbar vor der ersten Ernte“, sagte Nieragden dem TAGBLATT. Die werde jedoch erst einmal für Testzwecke genutzt. Ab 2020 könne sie wohl für die Herstellung eingesetzt werden, 2025 rechnet er mit einem „Vollertrag“. Die Plantage soll künftig etwa 30 Prozent der benötigten Kakaomasse liefern.

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Erstellt:
6. Februar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2018, 01:00 Uhr

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