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Ritt durch die Epochen mit vier Darstellern
Schauspieler Daniel Arthur Fischer im Dress des Reformators Martin Luther beantwortet kurz vor dem Dreh auf der Comburg noch Pressefragen. Foto: Ufuk Arslan
Filmdreh auf der Comburg: Hall ist Schauplatz für Arte-Sechsteiler "Neuerfindung der Welt"

Ritt durch die Epochen mit vier Darstellern

So gut besucht ist die Comburg in Schwäbisch Hall selten: Am Freitag wimmelt es dort von Kulissenbauern, Schauspielern und Maskenbildnern. Der Dreh des Arte-Projekts "Die Neuerfindung der Welt" beginnt.

12.12.2015
  • SIMON KREUZER

Schwäbisch Hall. Martin Luther tippt auf seinem iPhone. Ein Ritter in Jogginghose schlürft Kaffee und 1000 Watt starke Strahler beleuchten 1000 Jahre alte Gemäuer. Wer auf den Hof des Klosters Comburg tritt, fühlt sich irgendwie wie im falschen Film. Tatsächlich: Mit einem Film hat die skurrile Collage aus Neu und Alt etwas zu tun. Die mittelalterliche Burg wird zum Set für eine Fernsehproduktion.

"Die Neuerfindung der Welt" erzählt die Geschichte der Reformation, die sich 2017 zum 500. Mal jährt. Und sie stellt die Frage: Wo liegen die Verbindungen zwischen dem Beginn der Neuzeit und der Zeitenwende, wie wir sie heute erleben? Das Projekt wurde von Arte in Kooperation mit anderen Sendern ins Leben gerufen. Die "Doku-Fiction" wird historische Spielszenen mit dokumentarischen Elementen aus der Gegenwart mischen. Das Kloster ist dafür die Kulisse.

Im Gewölbekeller der Comburg hat sich das Filmteam eingerichtet. Auf dem Tisch liegen Obst, Schminkutensilien und ein Drehplan. Auf der ersten Seite des Blätterstapels steht der Titel der Serie. Darüber ist Leonardo Da Vincis vitruvianischer Mensch abgebildet. "Das erste Selfie der Geschichte", sagt Produzent Ulli Pfau lachend. "Für mich ist diese Skizze ein Symbol für das Thema der Filmreihe: Das Ich rückt plötzlich ins Zentrum."

Die sechsteilige Serie handelt von Revolutionen im Mensch- und Werteverständnis. Frühere Umbrüche wie der Buchdruck werden mit heutigen Entwicklungen wie dem Internet kritisch in Verbindung gesetzt. "Luther allein war uns zu abgedroschen. Um ihn als Person wird es sich beim Jubiläum überall drehen", sagt der Produzent.

Regisseur Wilfried Hauke inszeniert nicht nur, sondern ist auch Ideengeber. Beeinflusst wurde er von David Mitchells "Cloud Atlas": Wie in dem Roman gibt es auch in der "Neuerfindung der Welt" einen roten Faden, der die Protagonisten über Epochen hinweg miteinander verbindet. "Deshalb arbeiten wir nur mit vier Darstellern", sagt Hauke. Sie übernehmen alle Rollen.

"Man darf sich den Druck beim Spielen nicht anmerken lassen", sagt Luther-Darsteller Daniel Arthur Fischer. "Natürlich ist der Zeitdruck eine Herausforderung. Wir müssen mehrmals am Tag den Charakter wechseln", ergänzt Schauspiel-Kollege Ronald Spiess - nur kurz bevor er als Jan Hus auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird.

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12.12.2015, 08:30 Uhr
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