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Kommentar · Rente

Risiko im Alter

02.12.2015
  • DIETER KELLER

Spätestens mit der Einführung der Riester-Rente wurde in Deutschland eine grundlegende Änderung der Altersversorgung eingeläutet: Die gesetzliche Rente garantiert nicht mehr den Lebensstandard im Alter, sondern nur noch eine Grundversorgung. Das zeigt erste Folgen: Laut OECD ist das Armutsrisiko für Rentnerhaushalte in Deutschland verhältnismäßig hoch, zumindest deutlich höher als in unseren Nachbarstaaten.

Das klingt unbefriedigend. Dabei ist allerdings nicht berücksichtigt, dass viele gerade im Westen während des Berufslebens gespart und zusätzlich privat vorgesorgt haben, um mit diesem Geld die Rente aufzubessern.

Das relativ hohe Armutsrisiko für Rentner hierzulande ist auch eine Folge des deutschen Rentensystems, das eng an die gezahlten Beiträge gekoppelt ist: Wer lange arbeitslos war oder wegen der Kindererziehung eine lange Berufspause hatte, der besitzt nur geringe Rentenansprüche. Innerhalb des Rentensystems lässt sich das kaum korrigieren, ohne eine gewaltige Umverteilungsmaschinerie in Gang zu setzen, die für jede Menge neue Ungerechtigkeiten sorgen würde.

Ein Lob der OECD wird leicht übersehen: Die deutsche Rentenversicherung ist besser als ihr Ruf, weil sie zukunftsfähiger aufgestellt ist als in anderen Ländern. Trotz der demografischen Probleme entwickeln sich die Rentenfinanzen langfristig vergleichsweise gut. Es bringt wenig, den Bürgern heute große Versprechungen zu machen, die sich auf lange Sicht nicht bezahlen lassen. Denn die Jungen werden nicht bereit sein, explodierende Beiträge oder Steuern zu schultern. Da ist es ehrlicher, frühzeitig auf die Bremse zu treten.

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02.12.2015, 08:30 Uhr
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