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Aleppo: Russland stimmt Plan bei Verhandlungen in Genf zu

Ringen um Feuerpause

In Syrien leben hunderttausende Menschen unter Belagerung. Immer wieder wird über eine Feuerpause für Aleppo verhandelt – nun wieder in Genf.

27.08.2016
  • JAN DIRK HERBERMANN

Genf. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Syrien: Während der Bürgerkrieg tobt, debattierten US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow in Genf über Hilfe für die leidenden Menschen. Die Minister erörterten am Freitag eine Feuerpause von mindestens 48 Stunden pro Woche für die umkämpfte Großstadt Aleppo. Aus diplomatischen Kreisen hieß es: Nur die Schwergewichte USA und Russland könnten dies erzwingen. Weiter berieten Kerry und Lawrow über den Kampf gegen Terrormilizen in Syrien wie den „Islamischen Staat“ (IS) und die hoffnungslosen Gespräche für eine politische Lösung des Bürgerkriegs.

Die Vereinten Nationen fordern seit Wochen von den Konfliktparteien, für kurze Zeit die Gewalt in Aleppo einzustellen. „Wir wollen eine Pause für 48 Stunden“, sagte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, der auch mit Kerry und Lawrow zusammentraf. Russland stimmte dem Ansinnen bereits zu. Allerdings steht laut de Mistura das Ja der anderen Konfliktparteien wie dem Assad-Regime aus.

Zudem wurde erwartet, dass die Minister Möglichkeiten für die Wiederaufnahme der Genfer Gespräche über eine friedliche Lösung des Konfliktes sondieren. In Syrien kämpfen das Assad-Regime, Rebellengruppen und Terrororganisationen um die Macht. Russland, der Iran und schiitische Milizen unterstützen Assad. Gemäßigte Rebellen werden von den USA unterstützt. Seit Beginn des Konflikts vor mehr als fünf Jahren starben nach UN-Schätzungen rund 300 000 Menschen. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Laut Uno sind bei bewaffneten Konflikten Übergriffe auf Zivilisten ebenso international geächtet wie die Gewaltanwendung gegen Kämpfer, die ihre Waffen niedergelegt haben.

De Mistura betont: Nur wenn die Waffen vorübergehend schweigen, können die UN-Helfer dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter in den Ostteil Aleppos schaffen, in dem gut 275 000 Menschen darben. Assad-Truppen belagern Ost-Aleppo, die Vorräte in dem Gebiet gehen laut Uno zur Neige.

Unterdessen berichtete das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), dass Helfer in dieser Woche Güter für 75 000 Menschen in die belagerte Ortschaft Al Waer brachten. Die Lieferungen seien die erste abgeschlossene Hilfsoperation über den Landweg in einen belagerten Ort im Monat August.

Insgesamt sei die humanitäre Lage in dem Bürgerkriegsland völlig desolat: Rund 600 000 Menschen in den insgesamt 18 abgeschnittenen Orten konnten laut OCHA im August nicht mit Hilfsgütern versorgt werden. Die Truppen des Machthabers Assad riegeln die meisten Orte ab, darunter befindet sich auch Al Waer, ein Vorort von Homs.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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