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Kommentar

Richtiger Anstoß

22.02.2018

Von PHILIPP KAISER

Bremen. Das Oberverwaltungsgericht Bremen hat der Deutschen Fußball Liga Kosten für den Polizeieinsatz bei Risikospielen der Bundesliga aufgebrummt. Eine mutige Entscheidung. Schließlich sind Polizeieinsätze hoheitliche Maßnahmen. Deshalb erscheint es logisch, dass der Staat die Kosten zu tragen hat.

Dennoch gibt es gute Gründe dafür, der Liga und damit den Vereinen zumindest einen Teil der Kosten aufzubürden. Längst kommt die Polizei an ihre Grenzen, die Beamten sammeln Überstunden zuhauf, die sie kaum abbauen können. Deshalb dürfen sich die Vereine nicht aus der Verantwortung stehlen und Randale bei den Hochsicherheitsspielen achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen. Noch immer gehen sie das Gewaltproblem viel zu wenig an. Gewiss – alleine sind sie mit dem Problem randalierender Fans überfordert, doch sie müssten vermehrt auf den Schulterschluss mit der Fanszene und auch der Politik setzen.

Das Bremer Urteil kann, falls es in letzter Instanz bestätigt wird, den richtigen Anstoß geben. Klar, die Clubs zahlen hohe Steuerbeträge, aber das befreit sie nicht aus der Verantwortung.

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Erstellt:
22. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2018, 06:00 Uhr

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