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Rheintalbahn: Bürger sollen mitreden

Licht am Ende des Tunnels: Nach der zugesagten Milliardenspritze vom Bund hofft die Bahn auf Bewegung beim Ausbau der Rheintalbahn.

06.02.2016

Von DPA

Karlsruhe. Nach längerem Stillstand will die Deutsche Bahn jetzt das Milliardenprojekt Rheintalbahn zügig vorantreiben. "Wir freuen uns, dass nun die Voraussetzungen geschaffen sind, um die Planung wieder aufzunehmen", sagte der Projektleiter für den Ausbau der Rheintalbahn, Philipp Langefeld. Er reagierte damit auf die zugesagte Milliardenspritze des Bundes.

Die Bahn will neben einem verbesserten Lärmschutz auch die Anwohner bei der neuen Trassenführung verstärkt einbinden. So sollen zwei neue Gesprächskreise das Projekt begleiten.

Der Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel ist neben Stuttgart 21 das größte Bahnprojekt Baden-Württembergs. Der Bund unterstützt den Lärmschutz beim Ausbau mit 1,5 Milliarden Euro. Das hatte der Bundestag Ende Januar beschlossen. Berlin übernimmt damit den größten Anteil der Mehrkosten, die durch zusätzliche Lärmschutz-Maßnahmen auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Basel entstehen - vor allem durch den Bau eines sieben Kilometer langen Tunnels unter Offenburg.

Derzeit brausen auf der überlasteten Rheintalstrecke täglich an die 250 Züge, nach dem Ausbau sollen es an die 330 sein. Das Gesamtprojekt Rheintalbahn dürfte nach Schätzungen der Bahn erst 2035 verwirklicht sein. Allein für den Bau des Offenburger Tunnels sind 20 Jahre veranschlagt. "Das ist das letztes Glied in der Kette", so Langefeld. "Die Planungen sind von Grund auf neu zu erarbeiten, so dass mit der Einleitung des verwaltungsrechtlichen Planfeststellungsverfahrens frühestens 2021 zu rechnen ist."

Die Vorbereitung der Ausschreibung für die Planungen der Trassenführung parallel zur Autobahn zwischen Offenburg und Riegel startet um sechs Monate zeitversetzt. Das erste Planfeststellungsverfahren für diesen Streckenabschnitt werde voraussichtlich frühestens 2021 eingeleitet. Die Finanzierung des Neun-Milliarden-Euro-Gesamtprojekts ist an sich Sache des Bundes. Das Land beteiligt sich nach Auskunft des Verkehrsministeriums aber mit 400 Millionen Euro.

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Erstellt:
6. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2016, 08:30 Uhr

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