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Kommentar

Rezession als reale Gefahr

27.04.2018

Von GUIDO BOHSEM

Berlin. So ziemlich jeder mit Rang und Namen in Europa hat versucht, US-Präsident Donald Trump davon abzubringen, Strafzölle gegen die EU zu verhängen. Vergebens. Ihm zu vermitteln, dass die USA nur mit der gesamten EU und nicht mit einzelnen Ländern neue Handelsabkommen vereinbaren können, war offenbar sehr schwierig. Dass der größte Auto-Exporteur in Amerika BMW ist und nicht Chrysler oder General Motors, konnte oder wollte der Präsident erst recht nicht verstehen.

Und so wird er, wenn er es sich nicht noch anders überlegt, ohne Rücksicht auf eigene Verluste einen Handelskrieg mit der EU anzetteln und dabei eine sorgsam austarierte und bewährte internationale Struktur beschädigen. Sicher, Streitigkeiten über Zölle, Handelsbarrieren und unfaire Regulierungen hat es immer gegeben. Doch wurden diese bislang über die Welthandelsorganisation (WHO) geregelt. Wenn sich nun ausgerechnet die USA als WHO-Initiatorin von ihr abwenden, werden auch China, Indien oder Russland sie nicht mehr akzeptieren. Und Trumps Handelsstreit könnte zu einer weltweiten Auseinandersetzung und einer tiefen Rezession führen.

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Erstellt:
27. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
27. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. April 2018, 06:00 Uhr

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