Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Warentest

Rezeptfrei: Stiftung rät zur Vorsicht

Für ein Viertel aller Medikamente, die es ohne ärztliche Verordnung gibt, ist die Wirkung nicht belegbar.

25.06.2019

Von AFP

Jedes vierte rezeptfreie Medikament ist nicht empfehlenswert. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Berlin. Eins von vier rezeptfreien Medikamenten ist laut der Stiftung Warentest nicht empfehlenswert. Darunter sind auch bekannte Mittel und viele Kombipräparate mit mehreren Inhaltsstoffen. „Nur weil ein Arzneimittel in Deutschland zugelassen ist, muss es nicht empfehlenswert sein“, teilte Gerd Glaeske, Pharmazeut und Experte der Stiftung Warentest, mit. Nebenwirkungen, die häufig erst nach längerer Einnahme entstehen, ließen sich so nicht erkennen.

Ein unabhängiges Gremium aus Experten der Medizin, Pharmazie und Pharmakologie bewertet für die Stiftung Warentest alle veröffentlichten Untersuchungen zu Medikamenten, darunter auch solche, die nicht der Hersteller selbst gemacht hat. Die Experten vergeben für 2000 rezeptfreie Mittel eine Bewertung von „geeignet“ bis „wenig geeignet“.

Von Kombipräparaten abgeraten

Die schlechteste Bewertung bekommen Mittel, deren therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend belegt oder im Vergleich zu seinen Nebenwirkungen gering ist. Das ist laut Stiftung Warentest bei einigen Mitteln gegen Magen-Darm-Leiden wie Abführkapseln mit Rizinusöl oder Kräuterlax mit Aloe gegen Verstopfung der Fall.

Die Stiftung Warentest rät auch von Kombipräparaten mit mehreren Inhaltsstoffen ab. Bekannte Beispiele sind Schmerz- und Erkältungsmittel. Begründung: Oft ergänzten sich die Wirkstoffe nicht sinnvoll, zudem steige das Risiko von Nebenwirkungen bei mehreren Inhaltsstoffen. Hinzu komme, dass einige Mittel Koffein oder Alkohol enthalten. das könne zu Gewöhnung oder erhöhtem Verbrauch führen.

Zudem seien Kombimittel mit bekanntem Namen teuer, heißt es. Es sei häufig besser und günstiger, Einzelwirkstoffe separat einzunehmen. Gegen Schmerzen und Fieber etwa reiche ein Wirkstoff allein, etwa Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol. Bei Schnupfen sei die Anwendung von abschwellenden Nasensprays oder -tropfen verträglicher. afp

Info Auf www.test.de/medikamente zeigt die Stiftung Warentest Alternativen zu wenig geeigneten Arzneimitteln.

Zum Artikel

Erstellt:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+