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Revolution der Weinmonarchie
Sven Finke steht für die neue Ära in der Weinmonarchie. Foto: dpa
Der 1. Weinkönig

Revolution der Weinmonarchie

Den Weg der Emanzipation geht es gleich viel besser mit einem Gläschen Wein intus. Das hat sich wohl auch Sven Finke gedacht, der sich als erster Weinkönig des Moselortes Kesten zur Wahl stellen lies ( „Ich mach euch den Weinkönig“) – und gewann.

12.08.2016
  • KRISTINA BETZ

Von Kesten aus erobert er nun die frauendominierte Bastion der Weinhoheiten. „Ich will jedem zeigen, dass Männer genauso für diesen Job geeignet sind wie Frauen“, sagt der frisch gekürte Weinkönig ambitioniert und schwingt sich galant die weiße Toga über die Schulter. Toga und Blätterkranz, statt Kleidchen und Krone – Die Revolution der Weinmonarchie beginnt hier an der Mosel, wo der 25-jährige Jura-Student nun als Weinbotschafter für Gleichberechtigung steht.

Einen Wehmutstropfen gibt es aber: Zum „Bacchus Castanidi“, zum Kestener Weingott, reichte es für Sven Finke nur aufgrund akuten weiblichen Personalmangels. Nur eine Notlösung also? Muss doch die verbindliche Männerquote für Weinmonarchen her?

Immerhin entschied der Gemeiderat einstimmig für Finke und schickte ihn prompt zum Seminar für Weinprinzessinnen. Über eine Umbenennung zugunsten der Gleichberechtigung muss jetzt selbstverständlich nachgedacht werden. Geschlechtergrenzen bei den Botschaftern des guten Moselweins verschwinden. „Die Mosel ist moderner geworden, deshalb denke ich, kann man jetzt auch Männer ranlassen“, ist sich Finke jedenfalls sicher.

Und der Vergleich mit ähnlichen Wahlen der vergangenen Zeit zeigen: Man könnte fast meinen, Weinhoheiten ambitionierten zum neuen Mittel der Wahl was politische Statements angeht.

Nach der Syrerin Ninorta Bahno als Trierer-Weinkönigin, folgt Finke als der erste männliche Weinkönig an der Mosel. Wahrscheinlich ist es so, wie schon vor tausenden Jahren vermutet wurde: In vino veritas! Gesellschaftspolitik wird mit Wein gemacht.

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12.08.2016, 06:00 Uhr
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