Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Auf dem Weg zur Traumfabrik

Reutlingen bekommt bald ein Programmkino

Die Idee, erzählt Karin Zäh, habe sich ganz spontan ergeben, in einem Gespräch mit Andreas Vogt. Als sie wieder einmal beklagte, dass Reutlingen im Gegensatz zu Tübingen, Stuttgart und vielen anderen Städten kein Programmkino habe, meinte der lapidar: „Dann machen wir halt eins.“

02.09.2013

Von Uschi Kurz

Gesagt, getan. Mitstreiter/innen wurden gesucht und in Gabriele Janz und Friedemann Stelzer rasch gefunden. Auch Klaus Kupke, der Organisator des Reutlinger Open-Air-Kinos, ließ sich für das Vorhaben, ganzjährig Filme fernab des Mainstreams zu zeigen, begeistern.

In Anlehnung an erfolgreiche Vorbilder in Aalen und Würzburg wurde ein Konzept entwickelt. Die „Initiative für ein genossenschaftliches Programmkino“ nahm Gestalt an. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten begann. Dann wurde das Projekt während des Open-Air-Kinos im Spitalhof vorgestellt. „Kaufen Sie sich ein Stück von der Traumfabrik“, wirbt seither eine überdimensionale Eintrittskarte für das kleine, aber feine ehrenamtlich betriebene Programmkino in Reutlingen.

Die Resonanz dabei war so positiv, dass Zäh mittlerweile das Gefühl hat, „das war schon längst überfällig“. 500 Cineasten bekundeten ihr Interesse schriftlich. 30 weitere meldeten sich auf die ersten Presseaufrufe. Gemeinsam mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern soll schon bald die Genossenschaft gegründet werden, die dann die Räumlichkeiten anmietet, das Kino ausbaut und betreibt (Informationen unter: info@programmkino-reutlingen.de). Bleibt also die Frage, wo das Kino hin soll? Noch sei nichts in trockenen Tüchern, sagt Zäh, aber es ist kein Geheimnis, dass ihr und den anderen Filmfreunden die zentral gelegenen Räumlichkeiten auf dem Wendler Areal als Adresse am liebsten wären. Dennoch fahre man mehrgleisig. Auf jeden Fall hofft sie, dass die Raumfrage Ende des Monats geklärt sein wird.

Eine andere Frage ist bereits geklärt: Gespielt werden soll immer von Mittwoch bis Sonntag. Sonntagnachmittag könnte es zudem ein Kinderprogramm geben. Montags und dienstags ist Ruhetag, denn da läuft im Planie-Kinocenter von Rolf Creutz die Jufi-Reihe und die Programmkino-Freunde wollen verhindern, dass man sich da in die Quere kommt. Gleich zu Beginn habe man mit Creutz gesprochen und ihm versichert, dass man nicht gegeneinander arbeiten wolle, betont Zäh: „Er hat uns viel Glück gewünscht.“

Das werden sie auch brauchen, denn es wird wohl noch einige Zeit und Kraft in Anspruch nehmen bis der erste Film über die Programm-Kino-Leinwand flimmert. Immerhin, wer die Eintrittskarte aufmerksam studiert, entdeckt in der fiktiven Abreißnummer ein Datum, das Zäh zu gerne für den Programm-Kinostart verwenden würde: 07-2014.

Im Juli 2014 feiert der von Zäh und Gabriele Janz initiierte und organisierte Neigschmeckt-Markt in der Planie seine zehnte Auflage. Dieses Jubiläum wäre ein trefflicher Anlass, die kleine Traumfabrik ins Rollen zu bringen.

Zum Artikel

Erstellt:
2. September 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
2. September 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. September 2013, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+