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Bundesliga

Respektvoller Abstand

Freiburg und Hoffenheim teilen im badischen Derby die Punkte. Nach dem Schlusspfiff werden charmant und stilvoll die Lobhudeleien ausgetauscht.

13.03.2017

Von SID

Packender Zweikampf im Strafraum der Gastgeber: Freiburgs Torwart Alexander Schwolow kommt vor Sandro Wagner, dem Angreifer der Hoffenheimer, an den Ball. Foto: Eibner

Freiburg. Als die beiden ziemlich besten Trainer-Freunde ihr gegenseitiges Lob verteilt hatten, war Julian Nagelsmann auch der verpatzte Sprung auf Platz drei egal. „Tabellarisch zerbreche ich mir nicht den Kopf“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim nach dem 1:1 beim SC Freiburg: „Ich kann damit leben.“

Schließlich war auch SC-Trainer Christian Streich davon überzeugt, dass es die Gäste trotz der verlorenen Punkte mindestens in die Qualifikation für die Champions League schaffen. „Für mich gibt es vier Mannschaften, die besser sind als die anderen“, sagte der 51-Jährige: „Und das sind die vier, die vorne stehen.“

Zwei davon, RB Leipzig und Borussia Dortmund, hatten am 24. Spieltag verloren. Hoffenheim hätte den BVB, Dritter der Tabelle, mit einem Sieg überholen können. Nach dem insgesamt achten Remis der badischen Rivalen, gegen keine andere Mannschaft spielte 1899 so oft Unentschieden, durfte sich also eher der Sport-Club wie ein Gewinner fühlen.

Gegenseitige Komplimente

„Hoffenheim war ein Stück besser, aber das dürfen sie auch sein. Ich bin sehr, sehr froh, wie die Mannschaft aufgetreten ist“, sagte Streich, der Nagelsmanns Arbeit schon vor der Partie gelobt hatte. Der 22 Jahre jüngere Hoffenheimer wiederum hatte sich als Streich-Fan geoutet.

„Es ist nicht so schlimm, wenn Hoffenheim in Freiburg mal 1:1 spielt“, sagte Nagelsmann: „Die haben auch die Qualität, hier das zweite oder dritte Tor zu schießen.“ Am Samstag blieb es bei den Treffern von U-21-Nationalspieler Maximilian Philipp, der nach vergebenem Foulelfmeter erfolgreich war (56. Minute), und Andrej Kramaric (60.).

„Wir brauchen nicht enttäuscht sein“, sagte Nationalspieler Sebastian Rudy nach seiner 200. Partie in der Bundesliga: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, nur das zweite Tor hat gefehlt. Natürlich hätten wir gerne mehr geholt, wir waren die bessere Mannschaft und es wäre mehr drin gewesen. Aber Freiburg ist auch nicht so schlecht.“

Zudem seien es „ja noch ein paar Spiele“, äußerte der Bald-Bayer: „Schauen wir mal, was noch drin ist.“ Für die Kraichgauer stehen jetzt die „Wochen der Wahrheit“ an – nach der Partie gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) und der Länderspielpause tritt die TSG in Berlin und dann gegen Rekordmeister Bayern München an.

Mit inzwischen 34 Punkten dürfen auch die Freiburger Fans noch vom internationalen Geschäft träumen. In dieser Saison könnte abhängig vom Pokalfinale der siebte Platz für die Europa League reichen. „Schade, dass wir in der besten Phase ein Tor bekommen haben“, sagte SC-Kapitän Julian Schuster: „Aber wir nehmen den Punkt gerne mit.“ Mal sehen, wozu der noch gut sein wird. sid

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Erstellt:
13. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. März 2017, 06:00 Uhr

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