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Sportmedizin

Resignation im Kampf gegen Doping

Der Mainzer Experte Perikles Simon kehrt frustriert der Doping-Forschung endgültig den Rücken.

24.10.2017
  • DPA

Frankfurt. Der letzte Auftritt von Perikles Simon als Anti-Doping-Experte geriet zur harschen Abrechnung. „Tests sind ideologische Maßnahmen. Wir wissen nicht, wie effektiv sie sind“, sagte der Sportmediziner und Neurobiologe aus Mainz beim Anti-Doping-Workshop der Deutschen Triathlon-Union in Frankfurt/Main.

„Die Doping-Analytik ist nur postfaktisch ein scharfes Schwert“, stellte Simon fest. „Athleten können das ganze Jahr vollgestopft zu Wettbewerben antreten.“ Die Biochemiker in den Kontrolllabors führten einen fast aussichtslosen zur Überführung von Dopern, wenn diese neue Designermittel oder Testosteron mit tierischen Molekülen nutzten. Ein weiteres Problem: Bei neuen Medikamenten ließen sich die Pharma-Unternehmen auch die Nachahmerprodukte patentieren.

„Da hat man einen Pool von 200 Produkten, den man in China herstellen kann. Diese Spielwiese an Doping-Präparaten kann nicht nachgewiesen werden“, erklärte Simon. Lächerlich sei es deshalb, ein „Zentrum für Präventive Dopingforschung in Köln“ einzurichten.

Für ihn sind die aber nicht die Mängel des Kontrollsystem und der Analytik der Grund für den Ausstieg. Simon auch resigniert, weil er die Zusammenarbeit mit Verantwortlichen im Anti-Doping-Kampf – Wada oder die Nationale Anti-Doping-Agentur – oft als mangelhaft oder sogar kontraproduktiv empfindet. dpa

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24.10.2017, 06:00 Uhr
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