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Aalen

Reservisten wollen in der Flüchtlingskrise mithelfen

Hunderte ehemalige Bundeswehrsoldaten wollen bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise helfen.

08.10.2015
  • dpa

Aalen. «Fast 300 Reservisten haben sich allein beim Reservistenverband in Bonn und in den Geschäftsstellen landesweit gemeldet», sagte der Präsident des Verbands, Roderich Kiesewetter, am Donnerstag. Wie viele bei den jeweiligen Truppenteilen und den Landeskommandos Rückmeldung gegeben hätten, sei nicht bekannt. «Vermutlich noch weit mehr.» Der Verband hatte die Reservisten Ende September in einem Schreiben dazu aufgerufen, sich «abhängig von Ihrer jeweiligen persönlichen Verfügbarkeit aktiv einzubringen».

Bis zu ihrem Einsatz könne es aber noch dauern - «von der Freiwilligenmeldung zum Heranziehungsbescheid vergeht einige Zeit», sagte Kiesewetter, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim ist. Bei dem Aufruf sei es allerdings nicht um sofortige Hilfe gegangen, sondern um den längerfristigen Aufbau von Kapazitäten, die im Bedarfsfall schnell abgerufen werden könnten.

Kiesewetter hatte für sein Schreiben im Internet zum Teil heftige Kritik erhalten. «Was in den sozialen Netzwerken rund um das Thema Flüchtlinge immer wieder zu lesen ist, ist zum Teil beschämend», sagte der CDU-Politiker. Gebraucht werde «eine echte, lebendige Debatte, statt dumpfer Vorurteile und Gewaltandrohungen».

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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