Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Noch zahlreiche Vermisste nach Erdbeben in Taiwan - Behörden ermitteln wegen Pfuschs am Bau

Rennen gegen die Zeit

08.02.2016

Von AFP

Totale Zerstörung: In Taiwan kippte ein Hochhaus nach dem Erdbeben der Stärke 6,4 einfach um. Foto: dpa

Tainan. Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 6,4 im Süden Taiwans suchen Rettungskräfte in einem Wettlauf gegen die Zeit nach Überlebenden. Laut Feuerwehr wurden in den Trümmern eines umgestürzten 16-stöckigen Wohnkomplexes in der Stadt Tainan gestern noch 122 Menschen vermisst. 29 Leichen wurden geborgen. Die Behörden ermitteln wegen Pfuschs am Bau.

Tainans Bürgermeister William Lai sagte, von den Vermissten seien 103 "sehr tief verschüttet". Es sei sehr schwierig, zu ihnen vorzudringen. Laut Lai nahm die Justiz nach Beschwerden von Überlebenden und Angehörigen Ermittlungen auf.

Yueh Chin-sen, der um acht in dem Komplex verschüttete Familienangehörige bangte, sagte, die Bewohner hätten über Baumängel und Risse in den Wänden geklagt. Bei früheren Beben habe sich das Gebäude als nicht stabil erwiesen.

Das Beben der Stärke 6,4 hatte sich in der Nacht zum Samstag ereignet. Mehrere mehrstöckige Wohnhäuser in Tainan stürzten ein. Allein in den Trümmern des 16-stöckigen Wei-Kuan-Wohnkomplexes starben mindestens 27 Menschen, darunter ein zehn Tage altes Baby.

In dem Hochhaus-Komplex waren rund 260 Bewohner gemeldet. Die Behörden vermuten aber, dass sich mehr Menschen im Haus aufhielten. Laut Feuerwehr wurden etwa 200 Menschen gerettet, mehr als 50 konnten sich aus eigener Kraft in Sicherheit bringen. Bei der Suche nach Überlebenden setzten die Rettungskräfte Kräne, Leitern und Spürhunde ein.

Zum Artikel

Erstellt:
8. Februar 2016, 08:35 Uhr
Aktualisiert:
8. Februar 2016, 08:35 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Februar 2016, 08:35 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+