Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Rendezvous auf dem fliegenden Teppich
Märchenhaft: Richard-Salvador Wolff als Aladdin. Foto: Stage Entertainment
Das Musical "Aladdin" im Hamburger Theater Neue Flora hat das Zeug zum Dauerbrenner

Rendezvous auf dem fliegenden Teppich

Dieses Musical hat das Zeug für mehr als 1001 Nächte. In Hamburg hatte gestern Abend die neue Produktion von Stage Entertainment Premiere: "Aladdin" nach dem gleichnamigen Disney-Film.

07.12.2015
  • CHRISTOPH FORSTHOFF

Hamburg. Drei Wünsche frei zu haben wie sein jüngster Musical-Held "Aladdin" in Hamburg: Selbst ein Joop van den Ende hätte den Dschinni angesichts eines solchen Angebots wohl kaum ohne ein Begehren wieder in dessen Wunderlampe zurückgeschickt. Nicht, dass es der Milliardär finanziell noch nötig hätte: Doch mit seiner großen Liebe, dem Musical-Geschäft seiner Stage Entertainment (SE), will es einfach nicht so recht vorangehen. Auch wenn sein Konzern im vergangenen Jahr in Deutschland 333 Millionen Euro umsetzte. In dieser Größenordnung bewegte sich der Umsatz schon vor einem Jahrzehnt - bei weit günstigeren Ticketpreisen.

Da mag auch ein Geschäftsmann wie van den Ende ins Träumen gekommen sein, als der Holländer bei der Premiere im Theater Neue Flora in die von Edelsteinen und Gold nur so blitzende und funkelnde, glänzende und gleißende Bühnenhöhle blickte: Eine wahre Schatzkammer eröffnete sich da den Besuchern. Und das keineswegs nur in puncto Ausstattung, denn die berühmte Geschichte vom Straßendieb Aladdin, der in der großen Stadt Agrabah eines Tages auf die Prinzessin Jasmin trifft und sie nach allerlei Abenteuern am Ende heiratet, hat auch sonst das Zeug zum Hit. Weil Produzent Thomas Schumacher um die Elemente weiß, die ein Musical erst so richtig aufleben lassen: Rhythmus, Tanz und Bewegung. Zweieinhalb temporeich und schmissig inszenierte Stunden voller Farbenpracht, Steppschritten und Pyrotechnik - und dass der fliegende Teppich vor einem nächtlichen Sternenhimmel tatsächlich über die Bühne schwebt, sorgt nicht nur bei den jüngsten Besucher für Begeisterung.

Ja, nach mancher Pleite in der Vergangenheit ("Schuh des Manitu" in Berlin, "Titanic" in Hamburg) und hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Produktionen wie "Rebecca" oder "Ich war noch niemals in New York" in Stuttgart könnte sich das Disney-Stück "Aladdin" zu einem ähnlich ertragreichen Hit entwickeln wie "Der König der Löwen": Beiden liegt ein Kino-Blockbuster zugrunde und beide sind familientauglich. Offenbar ein Erfolgsrezept, das bei der Premiere auch Ivo Lurvink aufmerksam verfolgt haben dürfte: Der Holländer ist einer der Partner bei CVC Capital - einem Finanzinvestor, der vor kurzem 60 Prozent der SE-Anteil von Unternehmensgründer van den Ende unternommen hat. Und den freuen dürfte, dass hier auch der weltgrößte Unterhaltungskonzern mitmischt: Disney, Lizenzgeber für die SE-Produktionen "Aladdin" und "König der Löwen". Achten die US-Amerikaner doch peinlich genau darauf, dass ihre Vorgaben erfüllt werden, Aufführungen möglichst nah an der Ur-Version vom Broadway liegen. Was für die Lizenznehmer den Vorteil hat, dass sie ein Erfolgsrezept übernehmen und - wie in Hamburg - auch musikalisch darauf setzen können, dass die zwar nicht sonderlich originellen melodischen Einfälle Alan Menkens doch tragfähig genug sind für die temporeiche Show und märchenhafte Bühnenstimmung.

Eine Garantie, die sich Disney wie andere Lizenzgeber indes teuer bezahlen lassen: Bis zu 25 Prozent der Einspielerlöse sind in der Branche üblich. Eine stattliche Summe. Was wiederum Gerüchten neue Nahrung gibt, die schon seit längerem in der Branche kursieren: Dass Disney bei der SE einsteigt und van den Ende die verbliebenen 40 Prozent abkauft - um in ein paar Jahren dann auch die CVC-Anteile zu übernehmen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.12.2015, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular