Mit der blauen Tomate gegen Rassismus

ReimReich-Rapper holten sich den Lilli-Zapf-Jugendpreis

Songs für Toleranz und Respekt: Neun Bands, Duos und Solisten hatten es damit in eine Endrunde auf die LTT-Bühne geschafft. Am Ende setzten sich Florian Nädele und Martin Labacher alias ReimReich durch.

ReimReich-Rapper holten sich den Lilli-Zapf-Jugendpreis

Sieg für die blaue Tomate: Die Rapper von ReimReich holten sich beim Band-Wettbewerb den Lilli-Zapf-Jugendpreis.

In der Jury saß geballte Musik-Kompetenz: Schlager-Barde Dieter Thomas Kuhn, Lingua-Loca-Sänger Tobias Karrer sowie Jakob Nacken, der Poetry-Slam-Matador. Und sie zeigte sich von allen Beiträgen angetan: Dieter Thomas Kuhn hätte am liebsten neun erste Preise vergeben. Ging halt nicht, also setzte die Jury Sick und Kabu auf den dritten Platz. Zweite wurden die Bikinis, fünf 14- und 15-Jährige, die die Musik nicht von der CD holten, sondern selber spielten.

Und eine Episode an der Stiftskirche zum Song gemacht hatten: Wie ein Tourist eine Obdachlose als Attraktion fotografierte. Was die Bikinis grundsätzlicher sinieren ließ: "Straßen Häuser Trallala, für Penner war kein Geld mehr da!"

Das war ziemlich rockig, die Mainstream-Musik ist aber der Rap, und damit holten Florian Nädele und Martin Labacher alias ReimReich den Sieg. Mit einer symbolischen Erzählung von einer blauen Tomate, die sich nicht ausgrenzen lässt. Und mit einer klaren Ansage, passend zum Preis: "Scheiß auf Nazis!"


Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

(c) Alle Artikel und sonstigen Inhalte der Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.


28.01.2010 - 12:00 Uhr