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Studie belegt: Absolventen der Dualen Hochschule sind zufrieden

Reibungslos in den Beruf

Auch die neueste Befragung des Statistischen Landesamts belegt: Absolventen der Dualen Hochschule sind mit Studium und Beruf sehr zufrieden.

27.08.2016
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart. Zum vierten Mal hat das Statistische Landesamt im Auftrag des Wissenschaftsministeriums nachgefragt. Und zum vierten Mal fielen die Antworten ausgesprochen positiv aus. Zusammengefasst: Wer an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) studiert hat, findet fast immer sehr schnell einen unbefristeten Job mit wachsendem Einkommen.

Das kann das Statistische Landesamt mit einem, wie Präsidentin Carmina Brenner sagte, „repräsentativen Überblick“ belegen. An der freiwilligen Online-Befragung im vergangenen Herbst hatten sich 3964 der knapp 16 000 Absolventen der Prüfungsjahrgänge 2010 und 2014 beteiligt. Die hohe Zufriedenheit mit dem an der Hochschule und im Unternehmen ablaufenden Studium (85 Prozent äußern sich zufrieden oder sehr zufrieden) bezieht sich besonders auf die Praxisphasen und die Praxiserfahrung der Dozenten. 80 Prozent würden sich erneut für die Duale Hochschule, Baden-Württembergs größte Hochschule mit inzwischen 34 000 Studierenden, entscheiden. Allerdings plädiert eine Mehrheit für eine noch engere Verzahnung von Theorie und Praxis. Auch solle mehr interdisziplinäres Denken gefördert werden.

Der Übergang in den Beruf findet in aller Regel sehr reibungslos statt. Größtenteils werden die Absolventen direkt von ihrem Unternehmen oder der sozialen Einrichtung, in der sie während des Studiums arbeiteten, unbefristet übernommen (71 Prozent aller Befragten). Wer suchen musste, hatte im Schnitt nach gut zwei Monaten eine Stelle. Bloß ein Prozent gibt an, keinen Arbeitsplatz gefunden zu haben. DHBW-Präsident Arnold van Zyl sprach von einem insgesamt „stabilen Bewertungsbild.“ Der Erfolg dieses „einzigartigen Studienmodells“ mit seinen neun Standorten und drei Außenstellen sei „kein Strohfeuer.“ Er verwies darauf, dass die „Bildungsrendite“ der DHBW „besonders hoch“ sei: Acht von zehn Studenten schlössen mit einem Bachelor ab. Der Erfolg gründe auf den „sehr intensiven Betreuungsbedingungen.“ So säßen nur 28 Studenten in einem Kurs. Dass DHBW-Absolventen auch außergewöhnliche Karrieren machten, dafür stünde etwa die neue Vertriebschefin der Daimler AG.

Befragt zur angeblichen übergroßen Einflussnahme des Lidl-Konzerns über die Dieter Schwarz Stiftung auf den Standort Heilbronn sagte van Zyl: „Das weise ich entschieden zurück.“ Es sei vielmehr zu begrüßen, wenn „Bildungsmäzene“ wie Dieter Schwarz in Heilbronn oder Reinhold Würth in Künzelsau und Schwäbisch Hall in Hochschulen investierten. Von den 1800 Plätzen in Heilbronn belegten Lidl-Studenten keine 30 Prozent. Und an dem dortigen, mit Stiftungsgeldern maßgeblich finanzierten Center for Advanced Studies machten gar keine Lidl-Studenten ihren Master-Abschluss. Die auch intern kritisierte Zentralisierung dieser MA-Plattform sei aus Gründen der Effizienz nötig gewesen. Die Hälfte der berufsbegleitenden Masterkurse, die stark nachgefragt würden, werde an anderen Standorten abgehalten.

Zur Finanzkrise der DHBW sagte van Zyl: „Wir werden 2016 und 2017 einen ausgeglichenen Haushalt hinkriegen.“ Wie zugesagt im Hochschulfinanzierungsvertrag „Perspektive 2020“ mit dem Land, der 2017 evaluiert werde, würden pro Jahr 11 800 Studierende neu aufgenommen. Er verwies darauf, dass die DHBW enorm gewachsen sei. Weil man sehr viele Stellen in feste umgewandelt habe, „beschert uns das in den nächsten Jahren ein relativ enges Liquiditätskorsett.“ Aber: „Unser Modell ist nicht gefährdet, es schlagen keine Alarmglocken!“ Im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU ist festgehalten, dass Hochschulen, die wie die DHBW „einen überproportionalen Ausbau von Studienplätzen erfolgreich bewerkstelligt haben“, eine „nachhaltige Finanzierung“ zugesichert werde.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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