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Prognose

Regionalzüge und S-Bahn legen stark zu

Eine aktuelle Studie für den Raum Stuttgart bestätigt die wachsende Bedeutung des ÖPNV im Verkehrsmix.

24.01.2020

Von DANIEL GRUPP

Stuttgart. Die Bevölkerungszahl und der Verkehr in der Region Stuttgart werden in den nächsten zehn Jahren weiter wachsen. Das zeigt die Fortschreibung des Verkehrsmodells aufs Jahr 2030. Der öffentliche Nahverkehr wird überproportional zunehmen.

Stefan Tritschler vom Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart präsentierte dem Verkehrsausschuss des Regionalverbandes die aktuelle Studie. Demnach steigt die werktägliche Verkehrsleistung innerhalb der Region um 14 Prozent auf 67,2 Millionen Personenkilometer. Tritschler erwartet, dass der Autoverkehr um sieben Prozent zulegen wird. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wachse deutlich stärker – bis 2030 um 52 Prozent. Damit würde der Anteil des ÖPNV unter den Verkehrsmitteln, der „Modal Split“, von 18 auf 24 Prozent steigen.

Bald 2,86 Millionen Einwohner

Das hörten die Regionalräte gerne. „Die Anstrengung zeigt Wirkung“, sagte Rainer Ganske (CDU). „Die Verkehrswende findet statt in Richtung umweltfreundlichem Verkehr“, stellte André Reichel (Grüne) fest. Jedoch machten Autos 2030 immer noch 75 Prozent der Verkehrsleistung aus, sagte Bernhard Maier (Freie Wähler).

Die Studie aktualisiert das Verkehrsmodell des Regionalverbands, die bisher auf 2025 ausgerichtet war. Die Forscher berücksichtigen Strukturdaten wie das erwartete Bevölkerungswachstum auf 2,86 Millionen Einwohner in der Region und neue Rahmenbedingungen wie den Beitritt des Kreises Göppingen und die im Klimapaket geplante Erhöhung der Spritkosten.

Lob für Stuttgart 21

Im ÖPNV legen die Regionalbahnen mit ihren neuen Durchgangslinien am stärksten zu. Deren Leistung soll um 200 Prozent steigen. Das wäre ohne Stuttgart 21 nicht möglichen, betonten die Befürworter des Projekts. „Stuttgart 21 wirkt“, sagte Thomas Leipnitz (SPD). Das Land will den Zuwachs mit der Bestellung von 220 Doppelstockzügen bewältigen.

Die Regionalzüge werden die S-Bahn entlasten. Sie wächst daher langsamer. Immerhin werden für 2030 an Werktagen 500 000 Fahrgäste vorhergesagt, 65 000 mehr als heute. Zusätzliche Kapazitäten könnten über einen 15-Minuten-Takt zwischen Böblingen und Renningen erreicht werden. Die Forscher schlagen auch vor, die Schusterbahn zwischen Untertürkheim und Kornwestheim zu nutzen. Sie dient derzeit hauptsächlich dem Güterverkehr als Umgehungsstrecke von Stuttgart. Sie könnte schrittweise zur S-Bahn-Linie zwischen Bietigheim und Plochingen ausgebaut werden. Daniel Grupp

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Erstellt:
24. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Januar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2020, 06:00 Uhr

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