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Emmendingen

Rechtsextreme Bombenbastler verurteilt

Hat ein Trio einen Bombenanschlag auf ein Antifaschisten-Jugendlager geplant? Ja, urteilte ein Gericht und verhängte Geld- und Bewährungsstrafen.

23.10.2015
  • MARKUS ZIMMERMANN

Emmendingen Eine "unselige Gemengelage" nannte der Staatsanwalt das, was einen ebenso begabten wie unpolitischen Tüftler und zwei Neonazis vor das Schöffengericht führte. Verurteilt wurden alle drei am Mittwoch zu Freiheits- und Geldstrafen. Die Begründung: Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz sowie in einem Fall gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen.

Der Bombenbastler und Modellflieger aus dem Kreis Emmendingen hatte neben kleinen Böllern einen Sprengsatz gebaut, der vom Experten als gefährlich für Leib und Leben beurteilt wurde. Per Modellflieger hätte die Bombe über einem Jugendlager von Antifaschisten abgeworfen werden sollen. Die Angeklagten sollen stark alkoholisiert einen Plan ausgeheckt haben. Zur Tat waren sie nicht geschritten.

Allerdings hatte einer der Angeklagten einem Bekannten von dieser Idee erzählt. Der informierte die Behörden. In der Anklage landeten die Attentatspläne nicht, weil es über das Gerede hinaus keine Tat- Anhaltspunkte gab. Dafür gab es Beweise für Sprungversuche des Tüftlers in Wäldern und an Gewässern, wobei auch Fische starben. Nachgewiesen wurde einem der Angeklagten auch der Wurf eines Böllers auf Gegendemonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund. Dabei wurden sechs Menschen verletzt. Die Angeklagten räumten alle Taten im Prozess ein.

"Es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass in Dortmund nicht mehr geschehen ist", sagte der Vorsitzende Richter. Er ahndete die Körperverletzungen in Verbindung mit Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Dabei hielt er dem einzig vorbestraften Beschuldigten zugute, dass dieser sich seither von der rechten Szene fern halte. Sein Mitangeklagter, der keine Aussagen zu seiner politischen Einstellung machte, erhielt wegen Aufbewahrung und Transport des Sprengstoffes eine Geldstrafe von 1800 Euro. Der Bombenbauer erhielt zehn Monate auf Bewährung.

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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