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Neue Klimaziele gefordert

Reaktionen auf Einigung von Paris: Experten sehen EU am Zug

Fast 200 Staaten haben sich in Paris auf ein neues Klima-Abkommen ab 2020 geeinigt. Doch nun müssen Taten folgen - auch in der EU.

14.12.2015
  • DPA

Paris. Die Weltgemeinschaft hat mit einem historischen UN-Klimaabkommen den Abschied von Öl, Gas und Kohle eingeläutet. Als Folge der Vereinbarung forderten Experten eine Nachbesserung der nationalen Klimaziele. Der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, forderte, die Klimaziele müssten jetzt schnell freiwillig erhöht werden, und zwar auch in der EU. Schellnhuber erklärte: "Wenn Ministerin Barbara Hendricks sagt, wir wollen das 1,5-Grad-Ziel unterstützen, dann muss sofort der deutsche Klimaschutzplan nachgebessert werden."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) betonte, die Staaten müssten ab 2020 alle fünf Jahre neue Klimaschutzpläne vorlegen, "die so ambitioniert wie irgend möglich sein müssen". Außerdem müsse jedes Land über seine Emissionen berichten, "damit die Fortschritte nicht nur auf dem Papier stehen". Frankreichs Präsident Hollande versprach, sein Land wolle seine Treibhausgas-Sparpläne spätestens bis 2020 überarbeiten.

Der Klimavertrag muss noch auf nationaler Ebene bestätigt werden. Gültig wird er, wenn ihn mindestens 55 Prozent der Staaten, die zusammen mindestens 55 Prozent der Treibhausgase ausstoßen, akzeptieren. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erinnerte daran, dass dem Abkommen konkretes Handeln folgen müsse: "Die Arbeit beginnt morgen!"

US-Präsident Barack Obama sprach von einem möglichen "Wendepunkt für die Welt". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte: "Das ist eine echte Weichenstellung der Welt in Richtung Energiewende, eine Weichenstellung der Welt in Richtung Vernunft." Das Abkommen soll die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad.

Der Haken an der Vereinbarung: Die bislang vorliegenden nationalen Klimaschutzpläne reichen dafür bei weitem nicht aus. Und auch künftig entscheidet jedes Land selbst über seinen Beitrag. Daran stört sich der Präsident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn: "Das Abkommen enthält vor allem moralische Appelle und Lippenbekenntnisse", kritisierte er. "Es sieht jedoch keinerlei Instrumente vor, mit Hilfe derer die unwilligen Länder zum Mitmachen bewegt werden könnten."

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14.12.2015, 08:30 Uhr
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