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NRW-Innenminister: Kein Hinweis auf Bundesliga als Ziel

Razzia gegen Islamisten

In mehreren Städten geht die Polizei gegen mutmaßliche IS-Unterstützer vor. Hinweise auf Anschlagspläne gegen die Bundesliga gibt es nicht.

11.08.2016
  • JOHANNES NITSCHMANN

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden haben keine Erkenntnisse über geplante islamistische Anschläge bei Spielen der Fußball-Bundesliga. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) trat energisch Mutmaßungen entgegen, die Festnahme eines 24-jährigen syrischen Asylbewerbers im rheinland-pfälzischen Mutterstadt sei wegen eines von diesem geplanten Anschlages auf ein Stadion erfolgt. Bei dem Festgenommenen gebe es bisher keine Hinweise auf irgendwelche „anschlagsreifen Planungen“ des IS, betonte Jäger. Ob der verhaftete Asylbewerber Kontakte zur Terrororganisation IS habe, werde vom Generalbundesanwalt ermittelt.

Laut Jäger war die von einem Spezialeinsatzkommando am vergangenen Freitag vorgenommene Verhaftung in Mutterstadt bei Ludwighafen aufgrund eines Hinweises aus dem Großraum Duisburg erfolgt. Der Hinweisgeber habe der Polizei über mögliche Verbindungen zwischen dem 24-Jährigen und dem IS berichtet. Dabei habe er „Gesprächsfetzen“ erwähnt, in denen der Festgenommene einen möglichen Anschlag auf ein Bundesligaspiel erwähnt habe, erklärte der NRW-Innenminister. Bei der Verhaftung seien jedoch „keine konkreten Anschlags-Planungen“ erkennbar gewesen.

Es gebe gegenwärtig keinerlei Hinweise darauf, dass Bundesliga-Stadien im Visier von IS-Terroristen stünden, versicherte Jäger. Dies habe er dem Präsidenten des Deutschen Ligaverbandes (DLF), Reinhard Rauball, in einem Telefonat mitgeteilt. Die Sicherheitsstandards bei Spielen der Bundesliga seien derzeit schon sehr hoch. Er sehe keine Erfordernisse, diese Maßnahmen weiter zu verstärken.

Am Mittwochmorgen setzten Ermittler zudem in Dinslaken im Ruhrgebiet einen zweiten Verdächtigen fest. Ihm werde aber nicht vorgeworfen, an einer Anschlagsplanung beteiligt zu sein, sagte Jäger. „Hier geht es eher um den Verdacht von Gewalttaten im Ausland.“

Zudem gab es Razzien gegen mutmaßliche IS-Unterstützer in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sowie im niedersächsischen Hildesheim. Laut Bundesanwaltschaft gab es keine Festnahmen. Die Durchsuchen hätten sich gegen drei Beschuldigte gerichtet, die um Mitglieder und Unterstützer für den IS geworben haben sollen. Einer der mutmaßlichen Islamisten werde zudem verdächtigt, die Terrormiliz finanziell und logistisch unterstützt zu haben. Jäger: „Wer meint, hier unbehelligt hetzen und junge Männer für den bewaffneten Kampf in Syrien und im Irak rekrutieren zu können, liegt daneben.“ Die Behörden unternähmen alles in ihrer Macht stehende, um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche „einer Gehirnwäsche durch salafistische Verführer“ unterzogen würden. NRW gilt als eine der Hochburgen des Salafismus in Deutschland.

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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