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Rauswurf von Schmidtke
K. Krumrey
Krumrey löst ab sofort umstrittenen Stadthallen-Manager ab

Rauswurf von Schmidtke

Die Stadt Reutlingen zieht die Reißleine: Der umstrittene Stadthallen-Manager Volker Schmidtke wird mit sofortiger Wirkung freigestellt. Als neuer Interims-Geschäftsführer der Halle ist Klaus Krumrey bestellt worden.

13.06.2012
  • uschi kurz Thomas de Marco

Reutlingen. Nun also doch: „Der Aufsichtsrat der Stadthalle Reutlingen GmbH hat in seiner gestrigen Sitzung Klaus Krumrey zum neuen Geschäftsführer der Stadthalle bestellt. Herr Krumrey soll dieses Amt bis zur Inbetriebnahme der Stadthalle ausüben. Das Anstellungsverhältnis von Volker Schmidtke wird in beiderseitigem Einvernehmen am 30. September 2012 beendet. Bis dahin ist Herr Schmidtke freigestellt. Die Stelle wird neu ausgeschrieben“ – in diesen dürren Worten, meldete die Pressestelle der Stadt Reutlingen gestern Vollzug.

Vollzug in einer Personalie, die schon seit Monaten mehr als umstritten war. Der Auflösungsvertrag war von beiden Seiten bereits Tage zuvor unterzeichnet worden – nach unseren Informationen hat Volker Schmidtke an der Aufsichtsratssitzung am Montag bereits gar nicht mehr teilgenommen. Die Hintergründe, die letztlich zu der Trennung führten, wollte Pressesprecher Wolfgang Löffler nicht nennen. Nur so viel: „Keiner der Beteiligten hat das gewollt. Es hat aber aus verschiedenen Gründen nicht harmoniert.“

Der Aufsichtsrat habe die Ablösung Schmidtkes und die Berufung von Krumrey zum Interims-Geschäftsführer einstimmig beschlossen, heißt es aus Kreisen dieses Gremiums. Die Trennung von Schmidtke sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt, von beiden Seiten sei aber auch absolute Verschwiegenheit vereinbart worden.

Eine Verletzung dieser Vereinbarung gefährde den Auflösungsvertrag, heißt es. Auf jeden Fall sei beeindruckend, was Krumrey vorhabe. „Er hat ein überzeugendes Konzept vorgestellt“, war aus dem Aufsichtsrats zu hören. Krumrey selbst, der von einer Sitzung zur nächsten eilte, war gestern nicht zu sprechen. Er wird heute in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Cornelius Grube, der Intendant der Württembergischen Philharmonie, war gestern auf dem Weg nach Zürich von der Entscheidung des Aufsichtsrats überrascht worden. „Über die Gründe kann ich nichts sagen. Aber ich hatte zuletzt sehr viele Reibungspunkte mit Schmidtke und habe das auch kund getan“, sagte er dem TAGBLATT.

Ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme der neuen Stadthalle wird das Management komplett umgekrempelt. Krumrey soll in der letzten Bauphase Ruhe in das Großprojekt bringen und dafür sorgen, dass die Schnittstelle zwischen Bau und Betrieb endlich reibungslos funktioniert. Auf zwölf Mitarbeiter/innen war Schmidtkes Team zuletzt angewachsen – bis zum Jahresende sollten es 20 werden. Man darf gespannt sein, was für einen personellen Aufwand Klaus Krumrey betreiben wird.

Rauswurf von Schmidtke
Die neue Reutlinger Stadthalle hat ihr Päckchen zu tragen, in mehrfacher Hinsicht. Seit gestern ist es offiziell: Volker Schmidtke ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr der Geschäftsführer der Stadthallen GmbH. Nun soll Klaus Krumrey das Millionen-Projekt zum Laufen bringen.Archivbild: Manfred Grohe

Rauswurf von Schmidtke
Volker Schmidtke

Klaus Krumrey, 71, ist ein gefragter Experte in Sachen Veranstaltungszentren. Als Bürgermeister von Nagold hat der Diplom-Verwaltungswirt begonnen, war danach bis 2001 Geschäftsführer der Karlsruher Messe und koordinierte von 2006 an die Fusion der Tageszentren Böblingen und Sindelfingen. 2008 bis Ende 2010 war der in Karlsruhe lebende Krumrey Geschäftsführer des Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrums „Darmstadtium“. Bereits in der Planungsphase der Reutlinger Stadthalle war der Experte 2008/09 beratend tätig. Mitte April 2012 ist er in Reutlingen als Berater reaktiviert worden zur „Verzahnung von Bau und Betrieb“, so die offizielle Sprachregelung.

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13.06.2012, 12:00 Uhr
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