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Stuttgart

Rassismusvorwürfe gegen AfD-Fraktionsvize Sänze

AfD-Fraktionsvize Emil Sänze hat Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) angesichts einer Reise zu Gedenkstätten der Judenverfolgung Selbstinszenierung vorgeworfen - und sieht sich nun mit einem Rassismusvorwurf konfrontiert.

28.07.2018

Von dpa/lsw

Der AfD-Landtagsabgeordnete Emil Sänze spricht in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. «In Rassisten-Manier beleidigt der Abgeordnete Sänze nicht nur die Herkunft der Landtagspräsidentin, er zieht auch ihre Familie öffentlich in den Dreck», sagte Landtagsfraktionsgeschäftsführer Uli Sckerl von den Grünen dem «Mannheimer Morgen» (Samstag). Sänze habe «eine der letzten Grenzen des demokratischen Anstands überschritten» und in einem demokratischen Parlament nichts verloren.

Der AfD-Parlamentarier hatte zuvor in einer schriftlichen Erklärung der türkischstämmigen Aras wegen ihrer Herkunft das Recht abgesprochen, sich zur Judenverfolgung in der Nazizeit zu äußern. «Es fällt schon auf und wirkt peinlich, mit welcher geschmacklosen Verve unsere Landtagspräsidentin den deutschen NS-Schuldkomplex wieder für ihre politische Migrantengesellschaft-Agenda instrumentalisiert», hatte Sänze geschrieben.

Landtagspräsidentin Aras hatte in der vergangenen Woche auf einer «Gedenkstättenreise» Orte besucht, die an die Verfolgung von Juden im Nationalsozialismus erinnern. Aras wies die Vorwürfe zurück. Sänze vertrete eine verfassungswidrige Auffassung, sagte sie dem Blatt. «Die Aussage, ich sei aufgrund meines Geburtsortes nicht berechtigt, mich auch öffentlich um Geschichte und Erinnerungsarbeit zu kümmern, widerspricht Wortlaut und Geist des Grundgesetzes.»

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Erstellt:
28. Juli 2018, 10:02 Uhr
Aktualisiert:
28. Juli 2018, 08:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2018, 08:20 Uhr

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