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Rasierer-Hersteller wetzen die Klingen
Mit Männerpflege lässt sich immer noch viel Geld verdienen. Klingen von Nass-Rasierern sind oft teuer. Foto: Fotolia
Die zwei großen Marken in der Männerpflege, Gillette und Wilkinson, bekommen zunehmend Konkurrenz

Rasierer-Hersteller wetzen die Klingen

Der Markt für Nassrasierer ist fest in der Hand zweier US-Konzerne. Doch die traumhaften Gewinnaussichten locken immer mehr Mitspieler an.

30.08.2016
  • DPA

Frankfurt. Gillette und Wilkinson Sword – wer sich rasiert, kommt an diesen beiden Marken nicht vorbei. Hinter ihnen stehen die US-Konzerne Procter & Gamble und Edgewell, die schätzungsweise 80 Prozent des gesamten Nassrasierermarktes in ihrer Hand halten. Doch inzwischen rücken immer mehr Mitspieler in dieses Segment vor, denn es gilt als besonders lukrativ.

Wie viel Potenzial in der Nassrasur steckt, macht das Beispiel Dollar Shave Club klar. Als der Konsumgüterkonzern Unilever Ende Juli die Übernahme dieses Rasierer-Start-ups aus Kalifornien ankündigte, ging ein Raunen durch die Branche. 1 Mrd. US-Dollar (885 Mio. EUR ) will der britisch-niederländische Konzern, den man von Marken wie Dove oder Axe kennt, Gerüchten zufolge dafür hinblättern. Der Preis entspräche dem Fünffachen von dem, was das 2012 gegründete Unternehmen in diesem Jahr als Umsatz eingeplant hat. Verrückt? Nicht unbedingt, meinen Experten.

Denn Männerpflege ist schon lange keine Nische mehr. Die Marktforscher Euromonitor und Bloomberg Intelligence beziffern das Umsatzvolumen weltweit auf mehr als 47 Mrd. US-Dollar (42 Mrd. EUR ). Mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 3,3 Prozent wachse das Herrensegment schneller als der allgemeine Kosmetikmarkt. Ausgesprochen lukrativ ist dabei der Bereich Rasierer.

Die französische Investmentbank Société Générale schätzt, dass Branchenriese Procter & Gamble dank seiner Marktmacht auf Gewinnmargen von 40 Prozent und mehr kommt. Das merken auch die Verbraucher. Denn während sie den Rasierer selbst noch recht günstig bekommen, verlangen die Hersteller für die Ersatzklingen umso mehr.

Der Klingen-Preis ist daher auch das Thema, an dem die Konkurrenz ansetzt. Um die Hälfte günstiger oder mehr sind die Eigenmarken der Drogerieketten. Rossmann und dm bauen seit Jahren ihre Sortimente kontinuierlich aus und das nach eigenen Angaben mit Erfolg. „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden“, heißt es bei Rossmann.

Auch deutsche Start-ups wie Mornin‘ Glory oder Shave-Lab werben damit, dass die Kunden Geld sparen, weil beispielsweise Händlerkosten wegfallen oder teure Werbung. Wer sich einmal online registriert hat, bekommt die Klingen im Abo zugeschickt – je nach Rasierrhythmus und Bartwuchs einmal im Monat oder seltener.

Ein relativer Neuling auf dem Feld ist Beiersdorf. Nach ersten Testläufen in Deutschland und Österreich plant der Nivea-Hersteller nun, sein Rasierer-Sortiment weiter auszurollen. Bislang sind die Hamburger nur mit Damen-Rasierern am Start.

In Cincinnati, dem Firmensitz von Procter & Gamble, beobachtet man das Gebaren der Konkurrenten genau und lässt nach Bedarf auch schon mal die Muskeln spielen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern Patentklage gegen genau jenes Start-up eingereicht, das nun von Unilever einverleibt wurde. Für Warren Ackerman von der Société Générale ist das ein Zeichen, dass die Amerikaner zunehmend nervös werden. Die Klingen werden gewetzt.

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30.08.2016, 06:00 Uhr
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