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Ranis Rückkehr
Zwei Ex-Stuttgarter, die bei der Konkurrenz auftrumpfen: Timo Werner (li.) und Rani Khedira. Foto: Eibner
VfB Stuttgart

Ranis Rückkehr

Der jüngste Bruder des Weltmeisters Sami Khedira hat beim FC Augsburg auf Anhieb Fuß gefasst. Heute muss er gegen seinen Herzensklub antreten.

23.09.2017
  • GEROLD KNEHR

Über die spielerischen und strategischen Fähigkeiten eines Sami Khedira muss man nicht diskutieren. Der 30-Jährige wurde 2007 mit dem VfB Stuttgart, 2012 mit Real Madrid sowie 2016 und 2017 mit Juventus Turin nationaler Meister, mit Real 2014 Champions-League-Sieger und zudem im selben Jahr mit der deutschen Nationalelf in Brasilien Weltmeister.

Sein jüngster Bruder Rani, der heute (15.30 Uhr/Sky) mit dem FC Augsburg zum Gastspiel beim VfB Stuttgart in die Mercedes-Benz-Arena zurückkehrt, hat in Sachen Erfolge noch gewaltigen Nachholbedarf. Immerhin bekam er in dieser Woche von FCA-Trainer Manuel Baum nach dem 1:0 gegen RB Leipzig ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. „Er ist ein hochintelligenter junger Mann, nicht nur schulisch, sondern auch fußballerisch.“

Spielpraxis wichtiger als Geld

Für den in Stuttgart geborenen Deutsch-Tunesier ist diese Woche eine ganz besondere. Zuerst der Erfolg gegen RB Leipzig, für den er in den vergangenen drei Jahren spielte. Besser gesagt meistens nicht spielte: In der Bundesliga-Saison 2016/17 kam er bei den Sachsen über eine Reservistenrolle nicht hinaus und bei zehn Bundesliga-Einsätzen auf lediglich 155 Minuten Spielzeit. Deshalb wechselte er im Sommer auch auf den Rat seines Bruders Sami und trotz finanzieller Einbußen zum FCA. „Wenn ich auf der Bank sitze, hilft mir all mein Geld nicht“, hatte er zugegeben.

In Augsburg darf Rani Khedira spielen. 265 Minuten stand er bereits auf dem Platz, zuletzt auf der ungewohnten Position in der Dreier-Abwehrkette. Dabei pendelte Khedira junior immer wieder geschickt zwischen Abwehr und Mittelfeld, was ihm das Lob seines Trainers einbrachte.

Khedira ist einer in der langen Liste von Spielern wie Timo Werner (RB Leipzig), Joshua Kimmich, Sebastian Rudy (beide FC Bayern), Antonio Rüdiger (FC Chelsea) Mario Gomez (VfL Wolfsburg) oder Serge Gnabry (1899 Hoffenheim), die beim VfB ausgebildet wurden und dann ihr Glück in der Fremde versuchten. Anders als die Genannten muss Rani Khedira seinen sportlichen Wert aber erst noch untermauern. „Mein Herz hängt immer noch am VfB. Ich bin in Stuttgart aufgewachsen und dort Profi geworden“, sagt er. Die heutige Begegnung jedoch ist mehr als nur eine Herzenssache. Nach der Sperre von Augsburgs Kapitän Daniel Baier nach dessen obszöner Geste gegen Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl ist es gut vorstellbar, dass Khedira den Platz im zentralen Mittelfeld übernimmt und sich gegen seinen Ex-Klub als Regisseur versuchen darf.

Auch beim VfB Stuttgart fehlt mit dem nach seinen schweren Gesichtsverletzungen inzwischen operierten Christian Gentner der Taktgeber im Mittelfeld. Seine Rolle soll der nur 1,68 m große Argentinier Santiago Ascacibar übernehmen. Wie in den beiden Heimbegegnungen zuvor steht der Bundesliga-Aufsteiger nach jeweils einer vorausgegangenen Auswärtsniederlage unter Druck, diese umgehend reparieren zu müssen. Was bisher stets gelang. Doch gegen den FC Augsburg, der mit zehn Punkten aus fünf Begegnungen den erfolgreichsten Bundesliga-Start seiner Geschichte hinlegte, hat der VfB zuletzt sieben Mal in Serie verloren.

Rani Khedira wird alles daransetzen, die Serie fortzusetzen. Die Daumen drücken wird ihm dabei Denny Khedira, der Mittlere im Khedira-Trio. Er hat sein Management-Studium in Hohenheim als Jahrgangsbester abgeschlossen und berät nun seine Brüder.

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23.09.2017, 06:00 Uhr
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