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Prozess um tödliche Selbstjustiz: Urteile werden erwartet
Das Landgericht in Freiburg. Foto: Patrick Seeger/Archiv dpa/lsw
Freiburg

Prozess um tödliche Selbstjustiz: Urteile werden erwartet

Im Prozess um einen tödlichen Fall von Selbstjustiz vor dem Landgericht Freiburg werden heute die Urteile verkündet.

07.12.2015
  • dpa/lsw

Freiburg. Hauptangeklagt ist ein heute 18-Jähriger. Ihm wird vorgeworfen, im Juni vergangenen Jahres in Neuenburg am Rhein bei Freiburg gemeinsam mit seinem 48 Jahre alten Vater den mutmaßlichen Vergewaltiger seiner Schwester in einen Hinterhalt gelockt und mit 23 Messerstichen getötet zu haben. Beide haben den Angriff auf das wehrlose Opfer vor Gericht zugegeben, eine Tötungsabsicht jedoch bestritten. Dem damals 17 Jahre alten Täter drohen nach Jugendstrafrecht bis zu zehn Jahre Haft.

Neben Vater und Sohn sitzen zwei mutmaßliche Komplizen, 19 und 21 Jahre alt, auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlichen Mord sowie Körperverletzung mit Todesfolge vor. Der Prozess hatte Anfang April begonnen. Die Tat hatte als «Lynchmord von Neuenburg» Schlagzeilen gemacht.

In seinem Plädoyer hatte der Staatsanwalt acht Jahre Gefängnis für den Hauptangeklagten und eine lebenslange Haftstrafe für den Vater gefordert sowie lebenslang für einen weiteren und eine Bewährungsstrafe für den vierten Angeklagten. Die Verteidiger hatten sich für geringere Strafen ausgesprochen.

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07.12.2015, 07:43 Uhr | geändert: 07.12.2015, 02:30 Uhr
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