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Hannover

Prozess gegen Porsche zieht sich in die Länge

09.12.2015
  • DPA

Hannover. Die Aufarbeitung der Porsche-VW-Übernahme im Jahr 2008 zieht sich weiter in die Länge. Das Landgericht Hannover entschied gestern, erst am 13. April eine Entscheidung verkünden zu wollen. Die Kläger hatten beantragt, vier Verfahren entsprechend des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zu bündeln. Anleger wollen von der Porsche SE Schadenersatz in Milliardenhöhe, weil sie wegen der VW-Kursschwankungen hohe Einbußen hatten.

Erst im November hätten Prozessbeteiligte umfangreiche Akten eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher. Bevor die Kammer entscheidet, haben alle Beteiligte Gelegenheit zur schriftlichen Reaktion. Zudem sind die Verfahrenswege kompliziert: Sollte das Landgericht im April den KapMuG-Fragenkatalog beschließen, ginge der an das Oberlandesgericht Celle. Von dort aus ginge es wohl weiter an den Bundesgerichtshof. Sollte dort grünes Licht gegeben werden, müsste das Landgericht Hannover final über die Schadenersatz-Forderungen urteilen. Vor 2019 wird nicht mit solchen finalen Urteilen gerechnet.

Insgesamt fordern Anleger gut 5 Mrd. EUR Schadenersatz. Ihr Anwalt Andreas Tilp zeigte sich gestern zuversichtlich: "Das KaPmuG-Verfahren erhöht die Chancen der Kläger deutlich." Porsche-Anwalt Markus Meier zeigte sich zuversichtlich: "Es ist am Ende des Tages egal, vor welchem Gericht wir gewinnen."

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09.12.2015, 08:30 Uhr
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