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Luftschadstoffe

Protest-Korso mit etwa 150 Autos

Gegner von Fahrverboten in der Landeshauptstadt bringen große und kleine Pkw mit zur Demonstration.

21.10.2019

Von JÜRGEN SCHMIDT

Beim Neckartor protestieren die Teilnehmer gegen Fahrverbote. Foto: Jürgen Schmidt

Stuttgart. Autofahrer aus ganz Deutschland haben am Samstagnachmittag in Stuttgart gegen Dieselfahrverbote mobil gemacht. Nach Angaben der Veranstalter nahmen am Autokorso, der durch den Stuttgarter Norden und die Innenstadt zum Neckartor führte, bis zu 180 Fahrzeuge teil, die Polizei sprach Medienvertretern gegenüber von etwas 140 Autos.

Zwischenfälle gab es während des knapp eineinhalbstündigen Korsos, der sich hupend und mit Lautsprecherdurchsagen durch Stuttgart bewegte, nicht. Auch die Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen. Zwar sorgten die Autos, die die sich mit 10 bis 15 Stundenkilometern bewegten, für Staus. Doch die Polizei sperrte Kreuzungen nur kurzfristig und hielt am Neckartor, dem Ort der Abschlusskundgebung, den Korso beim Abbiegen in die Wolframstraße mehrfach an, um den Gegenverkehr durchzulassen.

„Unsere Innovationen, unsere Motoren, das ist Umweltschutz. Unsere Autos sind sauber“, schallte aus dem Lautsprecher eines Autos. Auf Plakaten waren Forderungen wie „Stoppt die Falschmeldungen der LUBW“ oder „Schluss mit der grünen Bevormundung“ zu lesen. Berthold Schönhoff, der den Korso gemeinsam mit seiner Frau Eva angemeldet hatte, wiederholte Argumente der Fahrverbotsgegner, die seit Jahresanfang mehrfach in Stuttgart protestiert hatten. Das Ehepaar aus Vaihingen/Enz (Kreis Ludwigsburg) war seit Januar dabei. Es wollte mit dem dem Korso neue Impulse setzen, nachdem der Protest über den Sommer etwas eingeschlafen sei, sagte Eva Schönhoff. Sie plädierte für einen raschen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs: „Stuttgart hat kein Diesel-, sondern ein Auto- und Stauproblem“, betonte sie.

Bei der Abschlusskundgebung am Neckartor, durften nur Redner ans Mikrofon, die nicht als Politiker aktiv sind. So blieb auch der Initiator der Fahrverbots-Proteste, Ioannis Sakkaros, außen vor, weil er im Gemeinderat sitzt.

Durch die Kooperation mit der Initiative „Bullis gegen Dieselfahrverbote“ nahmen neben Autofahrern aus der Region auch mehrere Dutzend VW-Busse aus Deutschland teil. Viele Bulli-Fahrer fühlen sich den französischen Gelbwesten verbunden, heißt es auf der Facebook-Seite der Gruppe. Jürgen Schmidt

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Erstellt:
21. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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