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Fernsehen

Promis auf dem Parkett

Die RTL-Tanzshow „Let's Dance“ geht in die zehnte Runde. Das Konzept bleibt gleich, die Jury auch. Warum das Format so erfolgreich ist.

17.03.2017
  • PIA REISER

Köln. Die Stars trauen sich wieder aufs Tanzparkett: „Let's Dance“ startet in die zehnte Staffel. Der Sender verspricht zum Jubiläum die „ein oder andere Geburtstags-Überraschung“, doch das Grundkonzept bleibt, und das zieht: 14 Promis, die man auch in dieser Staffel nicht alle kennen muss, versuchen mit komplizierten Schrittfolgen, kraftraubenden Hebefiguren und Hüftschwüngen Zuschauer und Jury zu beeindrucken. Immer im Hinterkopf: Jetzt bloß nicht blamieren.

Bei den privaten Sendern boomen Tanz-Formate, ob sie nun „Got to Dance“, „Deutschland tanzt“ oder „Dance Dance Dance“ heißen. Viele Shows werden nach wenigen Jahren wieder abgesetzt, andere nur einmalig ausgestrahlt. Nicht so „Let's Dance“.

Die Tanzshow hält sich seit 2006 beständig im Abendprogramm, nur 2008 und 2009 wurde pausiert – jedoch wegen fehlender Sendeplätze und nicht wegen der Quoten. Denn diese sind von Anfang an stabil. In den vergangenen zwei Jahren verfolgten jeweils rund viereinhalb Millionen Zuschauer, wie mehr oder weniger hüftsteife Promis von ihren Profi-Tanzpartnern über das Parkett bugsiert wurden.

„Let's Dance“ hat sich als Marke etabliert, erklärt Christian Schicha, Medienwissenschaftler an der Universität Erlangen-Nürnberg. Der hohe Promifaktor sei ein Grund, warum die Tanzshow so dauerhaft Erfolg hat. „Wenn man sich die vergleichbaren Angebote auf anderen Sendern anschaut, kennt man die Prominenten nicht.“

Auch die Mischung der Prominenten macht's: „Da sind Sportler dabei, Schauspieler und Sänger. Alt und jung, dick und dünn.“ Aus diesem Angebot könne sich jeder Zuschauer einen Kandidaten heraussuchen, für den er vom Sofa aus mitfiebere.

Die Schadenfreude, wenn Promis sich blamieren oder gar verletzen, bieten eine Dramatik, durch die die Sendung permanent im Gespräch bleibe, sagt Schicha. Die Juroren und Moderatoren sorgten zudem für eine gewisse Kontinuität bei „Let's Dance“: Jeder von ihnen ist seit mindestens fünf Jahren dabei.

Der Dschungelcamp-Moderator Daniel Hartwich und Sylvie Meis führen durch die Show. „Das sind Menschen, die im Rampenlicht stehen“, sagt Schicha. Sylvie Meis sei interessant, weil sie erst die Frau des Fußballers Rafael van der Vaart war, dann den Krebs besiegte und sich später einen Scheidungskrieg mit ihrem Ex-Mann lieferte. „Sylvie Meis vermarktet sich hervorragend.“

Während Meis die Tänzer in der Show mehr lobe und sich verständnisvoll zeige, erfülle Daniel Hartwich den Gegenpart: „Er ist wie im Dschungelcamp ein bisschen boshaft, zynisch und macht sich über die Kandidaten lustig.“ Dies sei eine schöne Arbeitsteilung, spannend und abwechslungsreich für den Zuschauer.

In der Jury übernimmt Jochen Llambi den Part des Fieslings. Schon bevor die aktuelle Staffel losging, lästerte er etwa in der „Bild“-Zeitung über die Kandidatin und Fußballer-Freundin Ann-Kathrin Brömmel: „Will sie nur Aufmerksamkeit oder auch Leistung bringen? Nur die Freundin von Herrn Götze zu sein, reicht bei uns nicht.“ Medienwissenschaftler Schicha erläutert: „Das ist Llambis Rolle, dafür wurde er eingekauft.“

Juror und Highheel-Wunder Jorge Gonzalez dagegen ist ein bunter Vogel. Und die ehemalige Profi-Tänzerin Motsi Mabuse übernimmt laut Schicha eher den liebevollen Part in der Jury – so ist Abwechslung garantiert. „Es wäre zu langweilig, wenn kein Konflikt dabei ist. Es sind die Kontraste, die den Reiz ausmachen.“

Info Let's Dance läuft freitags um 20.15 Uhr auf RTL.

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17.03.2017, 06:00 Uhr
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