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Gewalt

Prominenz gegen Waffen

Nach dem Massaker von Florida werden die Rufe nach schärferen Kontrollen immer lauter. Hollywood-Stars spenden für die Protestbewegung.

22.02.2018
  • PETER DETHIER

Hollywood. Nach dem Blutbad an einer Highschool in Florida werden in den USA die Rufe nach strikteren Waffenkontrollen immer lauter. Und Präsident Donald Trump hat erstmals die Bereitschaft signalisiert, der mächtigen Waffenlobby NRA die Stirn zu bieten. Politische Beobachter zweifeln allerdings daran, dass auf Trumps Ankündigungen auch Taten folgen werden.

Wie sehr die Anti-Waffenbewegung nach dem Amoklauf an der Stoneman Douglas Highschool an Dynamik gewinnen würde, hätten nicht der Präsident und schon gar nicht die Lobbyisten der NRA für möglich gehalten. Vor dem Weißen Haus demonstrierten Teenager; im TV zogen Schüler des Gymnasiums, an dem der 19-jährige Nikolas Cruz 17 Menschen hinrichtete, gegen die laxen US-Waffengesetze zu Felde.

Der Schauspieler George Clooney kündigte an, dass er eine halbe Million Dollar für die Protestkundgebung „Marschiert für unsere Leben“ spenden werde, die am 24. März in Washington stattfindet. Auch der Regisseur Steven Spielberg und die Talkshow-Königin Oprah Winfrey wollen je 500 000 Dollar beisteuern. „Unsere Familie wird da sein, um diese unglaubliche Generation junger Menschen zu unterstützen“, sagte Clooney, „denn die Leben unserer Kinder hängen davon ab“.

Trump zeigt sich offen

Zwar kündigte Trump als Reaktion auf das „böse Massaker“ in Parkland und die sich ausbreitende Revolte an, dass er schärfere Kontrollen zumindest erwägen würde. Unter anderem habe er das Justizministerium angewiesen, ein Verbot so genannter „bump stocks“ zu entwerfen. Die umstrittenen Aufsatz-Vorrichtungen rüsten halbautomatische in vollautomatische Gewehre um. Auch sei er offen für eine Anhebung des Mindestalters für den Erwerb einer Schusswaffe von 18 auf 21, sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders.

Wie schwierig es aber sein wird, tatsächlich schärfere Waffengesetze durchzusetzen, bewies am Dienstag das Staatsparlament von Florida. Es lehnte ein Verbot halbautomatischer Gewehre mit klarer Mehrheit ab.

Gleichwohl gewinnt die Bewegung auch in Washington mittlerweile an Schwung. Die demokratische Senatorin Kirsten Gillibrand sagte, dass „wir diesen Würgegriff der NRA lockern müssen, die Politiker total kontrollieren“. Sie wies darauf hin, dass allein Trump während des Wahlkampfs 30 Millionen Dollar an Spenden von der Waffenlobby erhalten habe.

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22.02.2018, 06:00 Uhr
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