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Gesellschaft

Prominente Wahlhelfer

Wenn Schauspieler, Sportler oder Sänger sich im Wahlkampf für oder gegen eine Partei positionieren, hat das einen Effekt, meinen Wissenschaftler.

07.09.2017
  • dpa

Berlin. Sophia Thomalla ist in der Vergangenheit schon wegen des ein oder anderen kleinen Skandals aufgefallen. Große Aufmerksamkeit bekam die 27-Jährige zuletzt aber, als sie sich als CDU-Mitglied und Fan von Kanzlerin Angela Merkel outete. Ausgerechnet, weil Merkel „absolut skandalfrei ist“, wie Thomalla es nennt. Sie unterstützt die Kampagne für Merkel im Netz mit Symbolen, sogenannten Emojis, die zusammen „I love Raute“ bedeuten. Merkel, deren zu einer Raute geformten Hände legendär sind, biete eine gewisse Sicherheit und werde sich immer im Griff haben. „Das finde ich großartig für eine Kanzlerin.“

Auch weitere bekannte Gesichter aus Fernsehen, Show, und Sport kündigten an, für Merkel und die CDU zu stimmen. Besonders unter Fußballern scheint die Kanzlerin Fans zu haben: Arne Friedrich unterstützt die Kampagne, ebenso Hans Sarpei. Toni Kroos twitterte nach dem TV-Duell von Merkel und Schulz „Es lebe Angie!!“. Von den Schauspielern Heiner Lauterbach („weil sie uns durch alle Krisen geführt hat“) und Uschi Glas („weil sie Klasse und Humor besitzt“) gibt es Bilder mit den „I love Raute“-Emojis auf der offiziellen Seite der Kampagne „unterstuetzt-merkel“.

Andere Promis werden nach eigenen Worten die SPD wählen: Schlagersänger Roland Kaiser sagt in einem Unterstützervideo, er glaube Martin Schulz und dessen Einsatz für mehr Gerechtigkeit. Die Schauspielerin Iris Berben sagte: „Lieber Martin Schulz, auf mich können Sie zählen.“

Beeinflusst eine politische Festlegung von Menschen, die wegen ihres Aussehens, ihrer Schauspiel- oder Fußballkünste begeistern, auch andere Wähler in deren politischer Entscheidung? Wissenschaftler haben schon bei der Präsidentschaftswahl 2016 in den USA einen Effekt ausgemacht: Es liegt vor allem an der Aufmerksamkeit, die eine solche Parteinahme für einen Kandidaten mit sich bringt.

Experten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg sagten nach dem Wahlsieg Donald Trumps, er habe klar die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Die Medien interessierten sich vor allem für ihn – obwohl viele Prominente Hillary Clinton empfahlen. Aber über Trump sei so viel berichtet worden, das habe indirekt zu seinem Wahlerfolg beigetragen. Seine Botschaften wurden stärker als die seiner Herausfordererin Clinton verbreitet, meinten die Kommunikationswissenschaftler.

Der TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, der kein SPD-Mitglied ist, sich aber schon öfter eindeutig zur SPD positioniert hat, meint, als Prominenter müsse man Haltung zeigen. „Ich werfe es auch jedem vor, der das nicht tut“, sagte er dem „Spiegel“.

Er kritisiert auch die Bundeskanzlerin. Er glaube nicht, dass sie wirklich gegen die Homo-Ehe sei, auch wenn sie bei der Abstimmung im Bundestag dagegen gestimmt hatte. „Ich halte sie für moderner. Aber ihr Taktieren finde ich ganz schön übel, nur aus Angst, konservative Parteimitglieder zu verprellen.“

Der Comedian Ingo Appelt ist von Merkel vor allem genervt. „Ich kann Merkel einfach nicht mehr sehen und ich möchte keine Angie-Witze mehr machen.“ Auch Appelt unterstützt Martin Schulz und die SPD offiziell mit einem Video auf Youtube. „Wir wollen alle mehr Gerechtigkeit“, sagt er dort. Es müsse auch mal etwas anders werden in diesem Land: „Wählt Martin Schulz. Ich mach‘ das auch.“

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07.09.2017, 06:00 Uhr
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