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Flüchtlinge

Presse nicht schuld

Im „Übrigens“ vom 16. Januar schreibt Gernot Stegert: Der Pressekodex rät bei der Berichterstattung über Straftaten die Zugehörigkeit der Täter zu ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann zu nennen, wenn für das Verständnis des Vorgangs „ein begründeter Sachbezug besteht“.

20.01.2016

Von Rose Bienia, Tübingen

Ich bedanke mich für die Info zum Pressekodex, so wie auch Netiquette im Netz erst ernsthafte Diskussion ermöglicht. Köln ist als Tat in Dimension und Unverschämtheit bisher einmalig. 760 Anzeigen von Frauen bisher.

Plötzlich steht der Rassismusvorwurf umgekehrt im Raum – bei Straftaten (nicht Äußerungen). „Unterirdisch“, so bezeichnete ein CDU-Mitglied die Stimmung. Die Politik lässt viele Fragen offen. Wird manipuliert, wird vertuscht? Das Misstrauen wächst. Es gibt sehr wohl ein gutes Medikament dagegen: Aufklärung, Information, Transparenz, Beteiligung. Einer Demokratie würdig! Jede(r) Ehrenamtliche, jede Kommune leistet in der Flüchtlingskrise unzählige Überstunden. Warum wird nicht mit demselben Hochdruck daran gearbeitet, den Bürgern kluge Modelle der Finanzierung aufzuzeigen? Erster Ansatz: Die Last EU-weit verteilen via Benzinpreissteuer. Folgt eine demokratische EU-weite Abstimmung? Oder will man zwangsweise aufbürden? Für eine klare Entscheidungsbasis: Wo ist unsere finanzielle Obergrenze?

So zeigt sich: Nicht die Presse ist schuld an dem Misstrauen. Jedoch: Sie darf durchaus mehr als das offizielle Sprachrohr sein und genau mit diesen unseren Fragen bei den hiesigen Politikern hartnäckig am Ball bleiben. Kritische Berichterstattung beruhigt in der Krise. Wir sind mündige Bürger/innen und Schweigen ist momentan Gift nicht Gold. Wahlen stehen an. Wer entwickelt die gerechteste Finanzierung? Bitte fragen Sie.

Rose Bienia, Tübingen

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Erstellt:
20. Januar 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Januar 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2016, 01:00 Uhr

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