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Rottenburger Händlergemeinschaft veranstaltete gestern erstes Brückenfest

Positiver Blick nach vorn

Ordentlich besucht war das erste Brückenfest der Händlergemeinschaft von Bahnhofs- und Marktstraße.

27.07.2009
  • Frank rumpel

<strong>Rottenburg.</strong> M etzgermeister Tobias Wiech hatte siebzig Meter gerauchte, mit Pfeffer und Chili gewürzte Bauernbratwurst gemacht und verkaufte sie zusammen mit seiner Frau Yvonne zwanzigzentimeterweise. „Das war so eine Idee aus dem hohlen Bauch“, sagte er. „Als wir überlegt haben, ein Brückenfest zu organisieren, dachte ich, mach ich doch eine Wurst so lang wie die Brücke.“ 45 Kilo wog das gute Stück, das Wiech schon am Mittwoch machte, es dann einen Tag über Buchenholz rauchte und zwei Tage im Klimaraum hängen ließ, damit sie schön fest wurde.

18 Ladeninhaber/innen und Gastwirte links und rechts der Josef-Eberle-Brücke hatten sich im Zuge des anstehenden Brückenumbaus zur Gemeinschaft „Rund um die Brücke“ zusammen geschlossen, um zusammen darüber zu beraten, wie in dieser Zeit ein sinnvolles Marketing aussehen könnte. „Wir wollen zeigen, dass wir uns wegen der Bauarbeiten nicht grämen, sondern das auch positiv sehen und als Herausforderung annehmen“, sagte Evelyn Baur vom Classico.

So hat sich die Händlergemeinschaft mit dem HGV im Gemeinderat für eine – ursprünglich nicht vorgesehene – Behelfsbrücke stark gemacht. „Das war uns ein großes Anliegen“, sagte Sabine Glatzer vom Caramel. Schließlich befürchtete die Händler in der Bahnhofs- und Marktstraße sonst erhebliche Umsatzeinbußen.

Anfang August wird die alte Brücke abgerissen. Spätestens im Frühsommer kommenden Jahres wird die neue Brücke den Neckar überspannen. In dieser Übergangszeit wird nun, etwas flussaufwärts versetzt, ein 150 000 Euro teures Provisorium die beiden Neckarseiten miteinander verbinden. Baubürgermeister Holger Keppel bedankte sich bei den Händlern, dass sie die Situation trotz der baulichen Belastung so positiv annähmen.

Zwei Monate und etliche vorbereitenden Sitzungen lang hatten die Händler und Gastwirte das Brückenfest geplant, in das sich alle ideenreich einbrachten. Wer selbst nicht bewirtete, bot Kinderspiele an oder sprang, häufig mit der ganzen Familie, ein, wenn Not am Mann war. Rund vierzig Leute waren im Einsatz, um das Fest zu stemmen, schätzte Hermann Kratzer vom gleichnamigen Schuhgeschäft.

Rolf Beck vertrat seine Frau Christina Braig, Inhaberin der Bahnhofs-Apotheke. Es gehe hier, sagte er, in erster Linie um Solidarität. Rottenburg liege ja am Rand eines Verdichtungsraumes und könne mit solchen Aktionen auch ihren Ruf als Einkaufsstadt stärken. Auch Hermann Kratzer hob das gemeinschaftliche Moment hervor. „Wir sehen das schon gesamtstädtisch“, sagte er und betonte dass die Kollegen vom HGV die Händlergemeinschaft aktiv unterstützt hätten.

Dieter Zeiher von Norz Optik freute sich, „dass so viel Kollegen mit machen“. Für ihn sei klar gewesen, dass die Händler und Gastwirte bei einem solchen Brückenumbau gemeinsam was machen müssen. „Wenn Rottenburg sich attraktiv macht, funktioniert das auch und davon profitiert letztlich die ganze Innenstadt“, meinte er mit Blick auf die zur Mittagszeit vollen Bänke.

Das Fest auf der Brücke selbst zu veranstalten, sei aus logistischen Gründen nicht möglich gewesen, sagte Glatzer. Der Platz an der Zehntscheuer bot sich an. Zudem, sagte sie, „wussten wir nicht, dass die Brücke noch stehen wird, als wir das Fest planten.“

Positiver Blick nach vorn
Als willkommene Gelegenheit zum Hocken und Gucken und Schmecken und Gluckern nahmen viele Rottenburger/innen gestern das erste Brückenfest auf. Bild FadenAls willkommene Gelegenheit zum Hocken und Gucken und Schmecken und Gluckern nahmen viele Rottenburger/innen gestern das erste Brückenfest auf. Bild Faden

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27.07.2009, 12:00 Uhr
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