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Kommentar · Italien

Populistische Leugner

Das Gefährliche am Populismus, von linker wie von rechter Seite, ist bekanntlich, dass er komplizierte Dinge auf griffige Parolen und vermeintliche Sündenböcke zurückführt.

30.05.2018

Von HELMUT SCHNEIDER

Spätestens beim Versuch, Lösungen anzubieten, fällt das Ganze dann in sich zusammen.

So wird dies auch mit der Euro-kritischen Ansage der beiden italienischen Wahlgewinner, Fünf-Sterne-Bewegung und Lega, sein. Sie kommt als reine Stimmungsmache gegen die Gemeinschaftswährung daher und verkennt die wirtschaftspolitischen Folgen für das krisengeschütteltes Land völlig.

Was jetzt sozusagen am rechten italienischen Holz droht, hat es am linken griechischen vor vielen Jahren gegeben. Die Regierung Tsipras brachte sich gegen den Euro, die EZB und überhaupt gegen die Finanzmärkte in Stellung – nur um sich dann doch dem vermeintlichen Diktat der Geldgeber zu unterwerfen. Heute steht Griechenland wieder wirtschaftlich viel besser da.

Dafür wankt der Großschuldner Italien. Selbst die niedrigen Zinsen, die ohne den Euro nicht möglich gewesen wären, hat man nicht zum Abbau der Defizite und zur Steigerung des Wachstums nutzen können.

In Italien hat die Politik versagt nicht wegen, sondern trotz des Euros. Wer solche einfachen Zusammenhänge leugnet, handelt verantwortungslos – so wie es Populisten gemein ist.

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Erstellt:
30. Mai 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Mai 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2018, 06:00 Uhr

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