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Jürgen Sturms grüne Männle scheiterten am Protokoll

Poltringer Blues im Blut

Die grünen Männle haben dem Poltringer Musiker Jürgen Sturm einen Bekanntheitsschub gebracht. Nur bei den Grünen ist das Lied anscheinend noch nicht angekommen. Sturm aber denkt an weitere Songs im schwäbischen Dialekt. Vielleicht gibt’s bald den „Poltringer Blues“.

15.01.2013
  • Manfred Hantke

Poltringen. Jürgen Sturm ist immer für eine Überraschung gut. Jahrzehntelang covert der Rockmusiker seine Idole Neil Young, Tom Petty und Eric Clapton, textet und singt eigene englische Stücke. Dann beginnt er plötzlich mit dem „Tübinger Blues“ und dem „Mord in der Mäulesmühle“ Lieder in schwäbischem Dialekt zu singen. Und rechtzeitig vor der Inthronisation des neuen Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn fällt ihm das Lied von den grünen Männle ein. Darin besingt er die grüne Wende im Land und in Stuttgart.

Das Stück ist eigentlich eine Hommage an den legendären schwäbischen Rockmusiker Wolle Kriwanek. Er ist 2003 gestorben und sang 1977 „Guck, guck, i han a Ufo gsäh“. Weil Kriwanek die grünen Männle im Ufo auf Hochdeutsch anspricht, weisen sie ihn zurecht: „Schwätz schwäbisch, wie mir au!“

Ganzkörperanzug aus dem Internet

So beginnt Sturm in seinem Lied einen fiktiven Dialog mit Kriwanek im Himmel: „Hey Wolle, jetz hör môl her, was i dir sagâ muaß“, beginnt er. Er erzählt ihm von der grünen Wende, „mit em Kretsche als Minischterpräsident“, dann von der Einnahme des Stuttgarter Rathauses „mit em Fritze Kuhn“. Nein, die grünen Männle sind nicht mehr auf dem Mars, sie regieren jetzt ungeniert, singt Sturm.

Kurz vor Weihnachten hat Sturm die CD pressen lassen und ein Video mit einem grünen Männle aufgenommen. Dann flog er erst einmal in den dreiwöchigen Urlaub.

Dort rief ihn vergangene Woche Montag ein Redakteur vom SWR an, nur wenige Stunden, bevor Kuhn seinen Amtseid im Stuttgarter Rathaus ablegte. Der verlangte nach dem Video in HD-Qualität, damit der SWR es am Abend um 18.45 Uhr senden konnte. Sturm ließ es seinen Sohn in Reutlingen organisieren. Auch ein Interview im Morgenradio gab Sturm, ein Livetermin am gleichen Abend klappte dann allerdings nicht mehr. Der SWR habe wohl noch versucht, das Lied am Montagabend im Rathaus laufen lassen, sagt Sturm. Aber das Protokoll war zu streng, da ging nichts mehr.

Eine ganze Menge Leute hätten den Poltringer mit seinem grünen Männle in der Landesschau gesehen, so Sturm. Seit Dienstag vergangener Woche ist er wieder aus dem Urlaub zurück, seitdem habe er reichlich Anrufe bekommen und „eine ganze Latte“ E-Mails erhalten. Außerdem gebe es einige nette Kommentare auf der Youtube-Seite zu seinem Grünen-Männle-Video, und er werde ständig in den Läden auf das Lied angesprochen. Nur die Grünen hätten sich noch nicht gemeldet. Jetzt will er ihnen das Lied zuschicken. Das um den Sänger Sturm herumstreifende grüne Männle auf dem Video ist übrigens seine Frau Doris. Den Ganzkörperanzug hat sie sich für 50 Euro im Internet besorgt.

Derzeit strickt der Frontmann der Rocking Daddies weiter an Liedern auf Schwäbisch. In seinem Urlaub hat er zwar acht Stücke auf Englisch geschrieben. Dazu könne es gut und gern auch jeweils eine schwäbische Variante geben, sagt der 62-Jährige. Zwei schwäbische Lieder hat bereits „in petto“, verrät er. Darunter ist ein Blues. Ob er aber „Poltringer Blues“ oder „Ammertal-Blues“ heißen wird, ist noch nicht ausgemacht.

Info: Am Samstag, 19. Januar, spielt Sturm um 20.30 Uhr in der Poltringer Gaststätte Adler mit der Band „Powerfinger“ einige Neil-Young-Songs.

Der Clip der in der Landesschau

Die Landesschau vom 7.1.2013 mit der gesamten Anmoderation

Der gesamte Clip bei Youtube

Poltringer Blues im Blut
Doris (auf dem Video das grüne Männle) und Jürgen Sturm in ihrem Musikzimmer in Poltringen. Hier reifen die schwäbischen Lieder. Bild: Hantke

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15.01.2013, 12:00 Uhr
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