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Poltringen ist stolz auf Kulig

Kim Kulig ist Fußball-Europameisterin – und im Ammertal freuen sich die Menschen mit ihr. Der Bürgermeister überlegt nun, wie Kulig geehrt wird – und wie Ammerbuch künftig generell herausragende Leistungen würdigen kann.

12.09.2009

Von Jens Leutenecker

Poltringen. Friedrich von Ow-Wachendorf ist begeistert: „Glückwunsch mit Ausrufezeichen an Kim Kulig für diese tolle Leistung!“ Der Ammerbucher Bürgermeister packt die Gelegenheit beim Schopf und sagt: „Vielleicht ist das ein Anlass, bei dem wir überlegen sollten, wie wir herausragende Leistungen generell würdigen können.“ Eine Ehrung sei laut Ow-Wachendorf noch nicht geplant, die Gemeinde wolle sich nun aber etwas einfallen lassen.

Kim Kuligs Vater Alfons ist mit seiner Frau nach Finnland gereist und hat das Finale der Europameisterschaft im Stadion miterlebt. „Für mich wäre das zu anstrengend gewesen“, sagt der 85-jährige Gerhard Kulig, der Großvater der Nationalspielerin. Er hat das Endspiel bei sich zu Hause angeschaut und mitgefiebert.

„Am Anfang waren die Engländerinnen echt stark. Da habe ich gedacht, dass es noch spannend wird. Aber dann sind die englischen Frauen doch noch eingebrochen, Deutschland hat verdient gewonnen.“ Beim Spiel des Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart soll Kulig, die für die Frauen des HSV spielt, am heutigen Samstag in der Halbzeitpause geehrt werden. Die Eltern werden auch das in der Hamburger Nordbank-Arena mitverfolgen.

Der Abteilungsleiter des SV Poltringen, Dirk Jakubeit, freut sich über den EM-Titel: „Glückwünsche an die Familie Kulig! Das ist schon was Besonderes.“ Eines ist für Jakubeit sicher: „Der Verein muss sich noch etwas einfallen lassen, um Kim zu ehren.“

Kulig hat beim SV Poltringen begonnen – zunächst in den Jungenmannschaften. Über Unterjesingen wechselte sie in die Jugend des Zweitligisten Sindelfingen. Profitiert hat auch der SV Unterjesingen von Kuligs Karriere im Nationalteam: Als ausbildender Jugendverein hat der SVU wie auch der SV Poltringen und der VfL Sindelfingen eine Prämie von 1000 Euro bekommen. „Die konnten wir natürlich gut gebrauchen“, sagt Mathias Herre, Abteilungsleiter der Unterjesinger Fußballer.

Kim Kulig, die gestern mit den deutschen Frauen in Frankfurt auf dem Römer empfangen und von 8000 Fans bejubelt wurde, genießt den Trubel: „Es ist einfach großartig, dass wir Europameister geworden sind!“ Mit so viel Anerkennung hat die Hamburger Erstliga-Spielerin nicht gerechnet: „Diesen Sommer hätte ich mir nicht besser vorstellen können, diesen Erfolg habe ich nicht erwartet.“

Schon am 20. September hat aber der Bundesliga-Alltag die EM-Heldinnen wieder: Dann startet Kulig mit dem Hamburger SV zu Hause gegen den FCR Duisburg in die neue Saison.

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Erstellt:
12. September 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
12. September 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. September 2009, 12:00 Uhr

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