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Kulturpolitik

Pollesch übernimmt Volksbühne

Das Berliner Theater hat schwierige Zeiten hinter sich. Nun soll ein früherer Regisseur als Intendant zurückkehren.

13.06.2019

Von DPA

Wird Intendant in Berlin: René Pollesch. Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin. Der Regisseur René Pollesch wird neuer Intendant der Berliner Volksbühne. Der 56-Jährige soll das Haus zur Spielzeit 2021/2022 übernehmen, wie Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) gestern ankündigte. Damit kehrt ein bekanntes Gesicht an das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz zurück.

Pollesch hatte unter dem langjährigen Intendanten Frank Castorf an der Volksbühne gearbeitet. Er leitete unter anderem eine Nebenbühne, den Prater im Stadtteil Prenzlauer Berg. Pollesch schreibt selbst Stücke und arbeitete unter anderem in Stuttgart, Hamburg, Wien und Frankfurt.

In Berlin inszenierte er zuletzt am Deutschen Theater „Cry Baby“ mit Schauspielerin Sophie Rois und „Black Maria“. Pollesch galt seit Längerem als Kandidat für die Leitung der Volksbühne. Das Theater hat turbulente Zeiten hinter sich.

Ein Vierteljahrhundert hatte Castorf die Bühne geführt. Dann übernahm der Belgier Chris Dercon das Haus – dem Museumsexperten schlug aber Protest aus der Berliner Kulturszene entgegen. Dercon gab den Posten im Frühjahr 2018 wieder auf, nach weniger als einem Jahr.

Bis zum Sommer 2021 leitet nun der eigentlich als Geschäftsführer vorgesehene Klaus Dörr das Theater. Für die Zeit danach suchte Senator Lederer eine Nachfolge.

Pollesch will mit Beginn seiner Intendanz auch eine Reihe bekannter Schauspieler an die Volksbühne zurückholen. Zum Ensemble sollen ab 2021/2022 Martin Wuttke, Kathi Angerer und Fabian Hinrichs gehören, wie Pollesch ankündigte. Ein Jahr später werde auch Sophie Rois dazukommen.

Pollesch wurde 2002 vom Magazin „Theater heute“ zum besten deutschsprachigen Dramatiker gewählt. 2007 erhielt er den österreichischen Nestroy-Theaterpreis. Die Volksbühne ist eines des wichtigsten Theater Deutschlands. Unter Castorf hatte es bei Fans Kultstatus, andere wünschten sich dagegen eine Erneuerung. dpa

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Erstellt:
13. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2019, 06:00 Uhr

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