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GOSBACH

Polizist ersticht 17-Jährigen bei Familienstreit

(tol). Tragisch endete am Samstagmorgen ein Familienstreit in Gosbach (Kreis Göppingen). Ein 40-jähriger Polizeibeamter verletzte den 17-jährigen Sohn seiner Freundin durch einen Messerstich so schwer, dass dieser nur wenige Stunden später im Krankenhaus starb.

16.02.2008

Die 45-jährige Schwester des Tatverdächtigen wurde bei der Auseinandersetzung ebenfalls schwer verwundet. Der Tatverdächtige konnte schwer verletzt am Tatort von Polizeibeamten festgenommen werden.

Gegen 9.30 Uhr wurde der Polizei ein Familienstreit in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Gosbach gemeldet. Als die Beamten dort eintrafen, fanden sie zwei Männer und eine Frau schwer verletzt in der Wohnung. Eine weitere Frau hatte leichte Verletzungen erlitten. Da bei dem 17-Jährigen Lebensgefahr bestand, wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht.

Ermittlungen ergaben, dass es bereits in der Nacht zum Samstag zu einem Streit zwischen dem 40-jährigen Polizeibeamten und seiner 39-jährigen Freundin gekommen war. Am Samstagmorgen eskalierte die Situation und der 40-Jährige griff zu einem Messer. Daraufhin rief die Frau bei der 45-jährigen Schwester ihres Lebensgefährten an und bat um Hilfe.

Kurze Zeit später kam die Schwester in die Wohnung. Der mit in der Wohnung lebende 17-jährige Sohn der 39-Jährigen wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und eilte ebenfalls zu Hilfe. Die drei versuchten, dem 40-Jährigen das Messer abzunehmen. Während des Gerangels verletzte sich der Mann mit dem Messer selbst am Hals, bevor es dem 17-Jährigen gelang, ihm das Messer zu entreißen. Doch dann griff der 40-Jährige erneut zu einem Messer und verletzte damit den 17-Jährigen lebensgefährlich und seine Schwester schwer.

Die Lebensgefährtin erlitt leichte Schnittverletzungen an der Hand. Der 17-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen nur wenige Stunden später im Krankenhaus. Das Motiv der Tat dürfte in der Eifersucht und den Verlustängsten des 40-Jährigen zu suchen sein.

Mit Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm auf Erlass eines Haftbefehls wird der 40-jährige am Sonntag einem Haftrichter beim zuständigen Amtsgericht vorgeführt.

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16.02.2008, 12:00 Uhr
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