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Kurioser Einsatz

Polizei stoppt Privatvergrämung

An der Steinlach beobachteten zwei Frauen, wie ein Mann Kot-artige Kugeln bei einer Badestelle ablegte.

27.07.2018

Von job

Friederike Müller war am Donnerstagmorgen gerade mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit. Als sie über die kleine Steinlachbrücke auf Höhe der Moltkestraße fuhr, fiel ihr ein Mann auf, der sich verdächtig verhielt: An der kleinen Badestelle, an der Eltern gerne ihre Kinder im Bach plantschen lassen, griff er wiederholt in eine Papiertüte und legte dann etwas auf dem Boden ab. Dabei trug er Handschuhe.

Alarmiert sprach sie den Mann an, was er denn da mache. Doch der habe flugs die Handschuhe in einem Mülleimer entsorgt und ging dann davon. „Wir gehen hier mit unseren Kindern baden“, rief Müller ihm nach. „Das ist ja das Problem“, habe der Mann geantwortet. Eine weitere Frau kam hinzu, die den Mann offenbar zumindest vom Sehen kannte. Gemeinsam inspizierten sie die Hinterlassenschaften: „Ich dachte zuerst, es handelt sich um Giftköder“, sagte Müller. Es habe sich dann aber um übelriechende Häufchen gehandelt. Ihre Vermutung: Da legt jemand Hundekot aus, um die Badegäste zu vergraulen. Immer wieder kommt es an der Steinlach im Sommer zu Konflikten, weil dort gefeiert wird. Anwohner berichten regelmäßig von Lärm, zugemüllten Uferstreifen und Wildpinklern. Aber Kinder vom Bach vertreiben? Die beiden Frauen entschieden, die Polizei einzuschalten.

Die rückte mit einer Streife an. Die Polizisten ließen sich die Handschuhe des Mannes im Mülleimer zeigen. Dann suchten sie den vermeintlichen Kot-Verteiler auf und stellten ihn zur Rede. Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Reutlingen auf TAGBLATT-Nachfrage mitteilte, hatte der Mann dann allerdings eine völlig andere Erklärung: Er habe „biologische Duftkugeln“ verteilt. Damit habe er mitnichten die Kinder, sondern Ratten vergrämen wollen. Die tummeln sich dort offenbar gerne und fressen die Hinterlassenschaften der Besucher am Ufer. In seinem Garten hätten die Kugeln gut funktioniert.

Die Polizisten nahmen den mutmaßlichen Privatvergrämer mit zurück an die Steinlach. Dort musste er die offenbar nicht eben wohlriechenden, braunen Kugeln wieder einsammeln. Weitere Konsequenzen hat der Vorfall für ihn nicht: Eine Straftat konnten die Beamten nicht erkennen.

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Erstellt:
27. Juli 2018, 15:25 Uhr
Aktualisiert:
27. Juli 2018, 15:25 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2018, 15:25 Uhr

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