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Reutlingen

Polizei sprach die rechte Szene an

(tol). Beamte der Beratungs- und Interventionsgruppe gegen Rechtsextremismus ("BIG Rex") des Landeskriminalamtes (LKA) und der Kriminalpolizei Reutlingen haben vor über zwei Wochen (11. und 12. März) gezielt Personen angesprochen, die in der rechten Szene im Landkreis Reutlingen verkehren.

28.03.2008

Die insgesamt 31 Personen waren in den vergangenen Jahren der Kriminalpolizei wegen verschiedener Aktivitäten oder Straftaten aufgefallen. Die Jugendlichen und Heranwachsenden suchte die Polizei nun auf, um über die Gefahren des Rechtsextremismus aufzuklären und sie zu einem Ausstieg aus der Szene zu ermuntern.

Zwar ist der Landkreis Reutlingen kein Schwerpunkt rechtsextremer Aktivitäten, so die Polizei in einer Pressemitteilung. Und die Statistik des vergangenen Jahres weist mit 52 einschlägigen Straftaten 15 weniger aus als im Vorjahr. Doch das sei für die Beamten kein Grund, sich zurückzulehnen, heißt es. Vielmehr gelte es, diesen Personenkreis weiterhin im Auge zu behalten, gerade junge Leute vor einem Abrutschen in die Kriminalität zu bewahren und Möglichkeiten zum Ausstieg aus dem Sog der rechten Szene anzubieten.

Das Ergebnis der gemeinsamen Aktion bewertet die Polizei als "durchweg positiv". Einen Großteil der Personen hat sie persönlich angesprochen, bei anderen haben sie die Eltern erreicht oder entsprechendes Infomaterial hinterlassen. Die meisten Angesprochenen seien den Beamten offen begegnet und seien gesprächsbereit gewesen. So konnte ihnen das Programm "Ausstiegshilfen Rechtsextremismus" vorgestellt und erklärt werden, was auf großes Interesse stieß. Mit manchen konnte der viel versprechende Dialog über eine erste Kontaktaufnahme hinaus bereits fortgesetzt werden.

LKA-Präsident Klaus Hiller: "Mit den gemeinsam mit der Landespolizei durchgeführten Ansprachen wollen wir die Betroffenen zum Nachdenken bringen. Wir versprechen uns davon aber auch eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Straftäter. Wir haben vor allem auch junge Menschen erreicht, um deren weiteres Abrutschen in die rechtsextreme Szene zu verhindern." Die "BIG Rex" des LKA ist unter der Telefonnummer 0711 5401-3600 erreichbar.


Info

Die "BIG Rex" ist Teil des im Februar 2001 durch das Innenministerium Baden-Württemberg ins Leben gerufenen Programms "Ausstiegshilfen Rechtsextremismus". Der Grundgedanke des Programms besteht darin, sowohl polizeilich bekannte Sympathisanten wie auch Erst- und Mehrfachtäter direkt durch die Landespolizei und das Landeskriminalamt (LKA) anzusprechen, um sie zum Ausstieg aus der rechten Szene zu motivieren und gegebenenfalls dabei zu unterstützen.

Ein beim LKA tätiger Diplom-Pädagoge unterstützt die Arbeit der "BIG Rex". Sie arbeitet behördenübergreifend und ist nicht ermittelnd tätig. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit steht die Unterstützung ausstiegswilliger Szeneangehöriger. Seit Beginn des Programms "Ausstiegshilfen Rechtsextremismus" wurden von der Landespolizei und dem LKA insgesamt 1.577 Personen der rechten Szene angesprochen. Dabei konnten 275 Aussteiger gewonnen und beim Ausstieg betreut werden.

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28.03.2008, 12:00 Uhr
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