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Polizei durchsucht Arztpraxis
Uni Hohenheim: Im Zuge des Prüfungsskandals wurde jetzt eine Praxis durchsucht. Foto: Marijan Murat/dpa
Krankmeldungen an der Uni Hohenheim

Polizei durchsucht Arztpraxis

Mediziner soll vor Uniprüfungen bis zu 145 zweifelhafte Atteste ausgestellt haben.

28.07.2018
  • Daniel Grupp

Stuttgart. Die Affäre um Massen-Krankmeldungen bei Prüfungen an der Universität Hohenheim beschäftigt jetzt auch die Justiz. Staatsanwaltschaft und Polizei haben die Praxisräume des Arztes durchsucht. Der Mediziner wird verdächtigt, eine Vielzahl falscher Atteste ausgestellt zu haben. Derzeit gehen die Ermittler von 145 möglichen Fällen aus, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit.

Die Patienten dürften überrascht gewesen sein, als die Polizei am Donnerstagvormittag zu üblichen Öffnungszeiten die Praxis des Stuttgarter Arztes durchsuchte, vermutet Staatsanwalt Heiner Römhild. Der Mediziner wird des „Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse“ verdächtigt, berichtet Römhild. Der Straftatbestand könne mit einer Haftstrafe bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Es sei eine Vielzahl von Unterlagen beschlagnahmt worden.

Die Uni Hohenheim ist mit der Untersuchung der Umstände um die Prüfung in Betriebswirtschaftslehre ein Stück weiter. Demnach nahmen am 23. Mai 244 Studenten an der Klausur teil. Die Prüfung haben 75 Studenten abgebrochen. Davon legten 43 ein Attest des verdächtigen Arztes vor, erläutert Pressesprecherin Dorothea Elsner. 169 Studenten haben die Prüfung beendet. Weil die vielen Abbrecher eine große Unruhe auslösten, haben die Nachwuchswissenschaftler die Gelegenheit, den Test zu wiederholen, ohne allerdings zuvor die Note zu kennen. 52 wollten die erste Prüfung werten, 46 haben bestanden, 106 Studenten wollen nachschreiben.

Die Univerwaltung hat zudem registriert, dass derselbe Arzt von 23. bis 25. Mai weitere 105 Atteste vor Prüfungen ausgestellt hat. „Die werden jetzt alle vom Prüfungsamt auf ihre Stichhaltigkeit untersucht“, berichtet Elsner.

Auch die Ärztekammer könnte den Fall untersuchen. Der Kammeranwalt der zuständigen Bezirkskammer könne ein „berufsgerichtliches Verfahren“ anstrengen, erläutert Oliver Erens, Pressesprecher der Landesärztekammer. Da solche Ermittlungen nicht-öffentlich sind, könne er nicht sagen, ob gegen den betreffenden Mediziner ein Verfahren läuft.

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28.07.2018, 06:00 Uhr
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