Schwierige Ermittlung zu angezeigter Vergewaltigung

Polizei: Zweifel an Übergriff am Bahnhof

Vergangenen Freitag gab eine 42-Jährige bei der Polizei an, in der Nacht zuvor am Eingang des Tübinger Hauptbahnhofs vergewaltigt worden zu sein. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig: Gegenüber der Polizei schweigt sie zu Widersprüchen in ihrer Aussage.

23.09.2017

Von job

Der Tübinger Hauptbahnhof. Bild: Sommer

Die Ermittlungen wegen der von einer 42-Jährigen angezeigten Vergewaltigung am Tübinger Hauptbahnhof gestalten sich schwierig. Die Frau hatte bei der Polizei angegeben, am Donnerstag vergangener Woche gegen 23.30 Uhr habe ein etwa 30-jähriger Mann mit langen Rasta-Zöpfen sie aus dem Gebäude gezerrt. Anschließend soll er sie neben der Treppe am Eingang beim Burger King vergewaltigt haben.

„Es ist sehr fraglich, ob sich das so zugetragen haben kann, an einer belebten Stelle wie dem Bahnhof“, sagte Polizeisprecher Josef Hönes auf Nachfrage. Zeugen der angeblichen Tat gebe es keine, obwohl an dem Abend auch wegen des Umbrisch-Provenzalischen Marktes viele Menschen in der Stadt unterwegs waren.

Die Ermittler haben außerdem das Problem, dass die Frau nicht mehr mit der Polizei spricht. „Wir können sie als Geschädigte nicht dazu zwingen.“ Da auch die Spurenlage bei ihren Verletzungen nicht zu ihrer Darstellung passe, gebe es eigentlich dringenden Gesprächsbedarf, so Hönes.

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Erstellt:
23. September 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
23. September 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. September 2017, 01:00 Uhr

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