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Kommentar

Politische Brisanz

Die Studie des Ifo-Instituts birgt politische Brisanz. Denn sie sagt voraus, was wir 30 Jahre nach der Wiedervereinigung weitgehend überwunden sehen: die Ungleichheit zwischen neuen und alten Bundesländern.

22.06.2019

Von HELMUT SCHNEIDER

Der Lebensstandard der ostdeutschen Flächenländer liegt laut Studie immer noch fast 30 Prozent unter dem gesamtdeutschen Niveau. Alarmierender noch: Der Abstand wird sich in den nächsten 15 Jahren noch verstärken. Denn, so die Ökonomen, die Produktivität der Wirtschaft im Osten ist zu gering und kann zum Westen kaum aufschließen. Zumindest nicht unter aktuellen Bedingungen.

Niemand kann bestreiten, dass ungezählte Milliarden (Stichwort Solidaritätszuschlag) vom Westen in den Osten geflossen sind. Niemand kann bestreiten, dass sie dort viel verbessert haben. Gleichzeitig ist aber bei der Umverteilung zu wenig der ökonomisch entscheidende Ansatz berücksichtigt worden: Wohlstand entsteht dort, wo Arbeit und wirtschaftliches Wachstum entstehen.

Mit bloßen Geldtransfers, so groß und willkommen sie auch sind, ist dies nicht zu erreichen. Wohl aber durch den Ausbau der Infrastruktur, durch Innovationen und durch ein besseres Bildungswesen.

Staatliche Investitionen bedeuten kurzfristigen Konsumverzicht, lohnen aber langfristig um so mehr. Die Politik sollte mehr Mut dafür aufbringen.

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Erstellt:
22. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Juni 2019, 06:00 Uhr

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