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Spitzenduo soll VW retten

Pötsch zum Aufsichtsratchef gewählt - Müller: Rückruf bis Ende 2016

Erst gab das Amtsgericht grünes Licht, dann der Aufsichtsrat: Hans Dieter Pötsch ist oberster VW-Kontrolleur. Zusammen mit dem neuen Vorstandschef Müller soll ihm die Trendwende gelingen.

08.10.2015
  • DPA

Wolfsburg Mit dem neuen Führungstandem Hans Dieter Pötsch und Matthias Müller will Europas größter Autobauer Volkswagen in der weltweiten Abgas-Krise die Trendwende schaffen. Der 20-köpfige Aufsichtsrat wählte den Österreicher Pötsch in Wolfsburg zu seinem Vorsitzenden. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Gremium den früheren Porsche-Chef Müller zum Konzernchef berufen.

Pötsch löst den übergangsweise amtierenden Berthold Huber ab. Der frühere IG-Metall-Vorsitzende hatte den Posten im Frühjahr von Ferdinand Piëch übernommen. Der VW-Patriarch war nach dem verlorenen Machtpoker mit dem damaligen Vorstandschef Martin Winterkorn zurückgetreten.

"Es ist mir ein persönliches Anliegen, alles zu tun, damit die Vorgänge restlos aufgeklärt werden", sagte Pötsch nach der Sitzung in Wolfsburg. Er sei sich der besonderen Verantwortung dabei bewusst.

Pötschs bisherigen Posten als VW-Finanzchef übernimmt ab sofort der bisherige Vorstandsvorsitzende der VW-Finanztochter, Frank Witter. Der Aufsichtsrat folgte auch bei dieser Personalie den Empfehlungen seines Präsidiums.

Wie zuvor schon der neue VW-Chef Müller bat auch Pötsch bei der Aufklärung der Abgas-Affäre um Geduld: "Mit Mutmaßungen oder vagen vorläufigen Sachständen ist niemanden gedient. Deshalb wird es noch einige Zeit dauern, bis gesicherte und belastbare Ergebnisse vorliegen und wir Sie umfassend informieren können." Vor VW lägen große Herausforderungen. "Wir müssen die aktuelle Krise bewältigen, wir müssen aber auch dafür Sorge tragen, dass sich der Volkswagen-Konzern erfolgreich weiterentwickeln kann - in einer Industrie, die sich fundamental verändert wie nie zuvor." Volkswagen brauche deshalb Veränderungen bei den Strukturen, bei den Entscheidungsprozessen und in der Zusammenarbeit. "Darin sind sich alle Beteiligten einig. Das gehen wir gemeinsam an, und deshalb kann und wird Volkswagen gestärkt aus der aktuellen Krise hervorgehen."

Der Wahl von Pötsch zum Aufsichtsrats-Vorsitzenden war ein Beschluss des Amtsgerichts Braunschweig vorausgegangen. Am Morgen hatte das Gericht Pötsch per Beschluss - befristet bis zur nächsten, noch nicht terminierten Hauptversammlung - zum Mitglied des Kontrollgremiums ernannt.

VW lieferte der Bundesregierung gestern einen Überblick über Zeitplan und Maßnahmen, mit denen die Abgas-Manipulationen beseitigt werden sollen. Das Kraftfahrt-Bundesamt wird die vorgeschlagenen Maßnahmen nach Auskunft des Verkehrsministeriums dann "auf Sinnhaftigkeit" prüfen - und darauf, ob deutsche und europäische Gesetze eingehalten würden.

Zuvor hatte der neue VW-Chef Matthias Müller der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt, der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge solle im Januar starten und bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Pötsch zum Aufsichtsratchef gewählt - Müller: Rückruf bis Ende 2016
Es gibt viele verschiedene Volkswagen-Fahrzeuge. Entsprechend schwierig und langwierig ist ihr Rückruf. Foto: dpa

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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